Monatsversammlung

Gartenfest am 10.07.2018

Maibaum landet auf Platz zwei
Alles dreht sich um die Heimat. Kein Wunder, beim Gartenfest des Heimatrings.

„Heimat ist da, wo wir verstehen und verstanden werden.“ Diese Worte von Karl Jaspers stehen dieses Jahr über dem „Tag der Heimat“ am 22. September in der Max-Reger-Halle. Motto und Datum musste man wissen, um beim Maibaum-Quiz der Dachorganisation Heimatring punkten zu können. Im Garten der Familie Hofmann, direkt bei der „Almhütte“, feierten Delegierte und Vorsitzende der 70 kultur- und brauchtumspflegenden Vereine am Dienstagabend ihr Gartenfest.

Vorsitzender Günther Magerl begrüßte dazu nicht nur, mit etwa 120 Anwesenden, erheblich mehr Gäste als in den letzten Jahren, was an der Zahl der Quiz-Teilnehmer zu sehen war, sondern auch zahlreiche Stadträte sowie den Landtagskandidaten Stephan Oetzinger. Magerl stellte den neuen Halbjahreskalender des Heimatrings vor, in dem alle Veranstaltungen der Mitgliedsvereine bis Januar 2019 aufgelistet sind. Besonders wichtig sind neben dem „Tag der Heimat“, der Ausflug nach Neusath-Perschen und Neunburg vorm Wald am 4. August sowie die Besichtigung der Landwirtschaftlichen Versuchs- und Lehranstalt Almesbach am 9. Oktober um 19 Uhr.

Das Duo Hannes/Eckert unterhielt mit nostalgischer Musik aus den 60er und 70er Jahren, während die Zeltgäste ihre Fragebögen ausfüllten. Was man dafür alles wissen musste? Zum Beispiel: Beim Wettbewerb um den schönsten Maibaum Bayerns hatte Weiden den zweiten Platz belegt. Er ist 25,70 Meter lang und 46 Wappen zieren ihn.

19 Teilnehmer hatten schließlich alles richtig. Bei 28 Teilnehmern fehlte eine richtige Antwort, bei 31 zwei richtige Antworten. Den Hauptpreis, eine wertvolle Gartenbank, gewann Hilde Heuberger vom Oberpfälzer Waldverein. Den zweiten Preis, einen Verzehrgutschein für das Fischerfest am 28./29. Juli, gewann Gunda Heuberger (Stadt- und Jugendblaskapelle). Den dritten Platz belegte Lore Leitmeier (Altoberpfälzer Freundeskreis). Sie erhielt einen Präsentkorb.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 12.06.2018

"Die Weidener und ihre Hunde"
Gab es Anfang des 19. Jahrhunderts bei 2500 Einwohnern 135 Hunde in Weiden, so kommen jetzt 1800 Hunde auf die etwa 43 000 Bürger. Das erfuhren die Zuhörer bei einem Vortrag von Sebastian Schott beim Heimatring.

Pudel, Spitze und Möpse hätten sich besonders bei den Damen großer Beliebtheit erfreut, berichtete der wissenschaftliche Mitarbeiter des Stadtarchivs unter dem Titel "Die Weidener und ihre Hunde vom 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg". Etwa zehn Prozent seien so genannte "Metzger-Hunde" gewesen - große, starke Tiere, die abgerichtet waren, das auf dem Land eingekaufte Vieh in die Stadt zu treiben.

Auch 21 Prozent Jagdhunde waren unter den in der Chronik aufgeführten Vierbeinern. Später seien, mit der Zunahme der Bevölkerung durch die Industrialisierung, Zuchtvereine entstanden. Schäferhunde kamen ab 1911 in Mode und später auch Airedale-Terrier als "Kriegshunde". "Rattler" wurden zur Bekämpfung der Rattenplage verwendet, Collies als "Sanitätshunde". In Zuge der Verschlechterung der Versorgungslage vor und im Ersten Weltkrieg nahm die Zahl der Haushunde bis 1918 rapide ab. Wegen der Angst vor der Tollwut und wegen Beiß-Vorfälle habe die Obrigkeit schon früh versucht, die Bürger zu bewegen, Hunde nicht frei laufen zu lassen und ihre Zahl zu verringern, berichtet Schott. Ihre Bestrebungen seien ins Leere gelaufen - bis zur Einführung der Hundesteuer am 2. Juni 1876. Das "Hundeabgabengesetz" schrieb damals 9Mark pro Hund vor. Schäfer, Jäger und Einödhof-Bauern mussten nur 3 Mark bezahlen. Heute, so Schott, seien 50 Euro für den ersten Hund, 60 für den zweiten und 70 für jeden weiteren fällig. Er berichtete auch von ersten tierschutzrechtlichen Bestimmungen, die allerdings meist den Menschen schützen sollten. Erst 1933 sei ein Tierschutzgesetz um der Tiere willen erlassen worden. Stellvertretender Heimatringvorsitzender Norbert Uschald und die gut 70 Delegierten und Vorsitzenden der Vereine dankten dem Referenten mit begeistertem Applaus.

Uschald wies auf Termine hin: Das Gartenfest des Dachverbands der Weidener Vereine steige am 10. Juli ab 18 Uhr in der "Almhütte". Der Oberpfälzer Kunstverein wies auf eine Ausstellung im Kunsthaus Waldsassen am 23. Juni hin. "Chorisma" lud zu "Melodien zwischen Himmel und Erde" am 27. Juni, 15 Uhr, im Maria-Seltmann-Haus. Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz liegt der "Bürgerfestgottesdienst" mit der Gospel-Gruppe "Hope&Joy" am Sonntag, 24. Juni, 9.30 Uhr, am Herzen. Lautes Summen gibt es wieder am Sonntag, 24. Juni ab 14 Uhr: Im Bienenheim in der Merklmooslohe ist Tag der offenen Tür. Ein Gartenfest feiern die "1897er" am Gemeindehauses "St. Markus" am 30. Juni ab 14.30 Uhr.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 08.05.2018

Vom Obst zum Obstler
Es braucht reife Früchte, um aus Obst einen guten hochprozentigen Obstler zu brennen. Das verrät Alois Lukas beim Heimatring.

Vorweg dankte Vorsitzender Günther Magerl bei der Monatsversammlung in der "Almhütte" allen Helfern beim Maibaumfest. Um kurz nach 16 Uhr sei der Bratwurststand nach 600 Paar ausverkauft gewesen. Die Einhaltung der neuen EU-Datenschutzverordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft tritt, beschäftigt die Vereine. Sie müssen vorhandene Mitgliedsdaten kontrollieren und pflegen und gegebenenfalls nachträgliche eine Nutzungserlaubnis einholen. Magerl hat dazu Informationen für jeden Verein erstellt. Er steht auch als Ansprechpartner für Rückfragen zur Verfügung.

Die zwei Busse für den Ausflug ins Oberpfälzer Freilandmuseum und zum Freilichtspiel "Hussenkrieg" nach Neunburg vorm Wald am 4. August sind ausverkauft. Wer doch nicht mitfahren kann, möchte sich beim Vorsitzende melden, damit Nachrücker einspringen können. OWV-Vorsitzender Alois Lukas berichtete, dass trotz Leitungsarbeiten in Letzau die Strobelhütte zu den üblichen Zeiten bewirtet wird. Am Ende erzählte Lukas von seinem Hobby: der Schnapsbrennerei. Wohin mit den Früchten, wenn die Ernte üppig ausfällt? Mit der Erzeugung von Obstler könne das Obst konserviert und ewig haltbar gemacht werden. Nur gute Früchte ergeben auch einen guten Geschmack, berichtete Lukas, der auf seinem Hof das Brennrecht im September 2009 per Antrag beim Hauptzollamt Regensburg erhielt.



Zwetschge und späte, saftige Herbstäpfel würden sich besonders gut eignen. Schwierig werde es bei der Verarbeitung von Kornäpfeln und Birnen wegen des schnellen Reifungsprozesses. Wenn es sich beispielsweise um einen Himbeergeist handle, deute die Endung "Geist" das vorherige Einlegen von Früchten in Alkohol an. "Von einem guten Schnaps bekommt man kein Kopfweh, wenn man natürlich zu viel genießt - dann auch", sagte Lukas. Das Brennrecht werde vom Zollamt kontrolliert, damit nicht "schwarz" gebrannt wird. Für einen Liter 40-prozentigen Schnaps erhebt der Staat vier Euro Steuer. Es brauche aber viel Geduld. Er betreibe die Brennerei mit Sohn Alois Lukas Junior zum Hobby.

Bericht: Reinhold Dobmeier

Gartenfest am 11.07.2017

Heimatring sucht Antworten bei seinem Quiz am Gartenfest
Wohin geht die Reise?

Der Höhepunkt des Gartenfests des Heimatrings war auch heuer das "Maibaum-Quiz". Dabei drehte sich nur ein Teil der Fragen direkt um den Maibaum. Man musste auch wissen, wann der "Tag der Heimat" heuer stattfindet (am 16. September) oder wohin der Tagesausflug der Dachorganisation der Weidener kultur- und heimatpflegenden Vereine heuer geht (nach Würzburg). Kniffliger: Wie hoch und wie dick ist der Maibaum heuer? Die richtige Antwort: 25,70 Meter und 100 Zentimeter.

Die volle Punktzahl mit 17 richtigen Antworten erzielten - im Gegensatz zu den Vorjahren, als oft 20 oder 30 Teilnehmer alles richtig hatten - heuer nur zwei. Diese beiden waren allerdings bei der Preisverteilung schon verschwunden, so dass sich fünf Quizteilnehmer mit 16 Punkten über die Hauptpreise freuen durften. Glücksfee Stadträtin Gabi Laurich zog Bernhard Czichon, Berichterstatter von Oberpfalz-Medien, aus diesen fünf als Ersten. Er gewann eine Gartenbank. Als Zweiten zog Laurich ihren Stadtratskollegen Hans Forster, der sich über einen bepflanzten Tontopf freute. Dritte wurde Margareta Czichon ("Höhe 309"), Vierter Reiner Schindler ("Siedler Mooslohe"), Fünfter Stadtrat Horst Fuchs. Weitere 30 Preise gingen an diejenigen, die alles bis auf zwei oder drei Antworten richtig hatten.

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl berichtete, dass für den gemeinschaftlichen Tagesausflug am 6. August nach Würzburg mit attraktivem Programm noch Plätze frei sind. Wer noch mitfahren möchte, kann sich unter Nummer 0961/24651 bei ihm anmelden.

Im Schnelldurchlauf stellte Magerl das Programm des nächsten Halbjahres vor. Es wurde von Peter Ertl zusammengestellt und listet alle Vereinsveranstaltungen, Feiern und Jubiläen der kommenden sechs Monate auf. Mit Bratwürsten, von den Frauen der Vorstandschaft gespendeten Kuchen und dem beliebten Dotsch, vor dessen Ausgabestelle sich wie immer lange Schlangen bildeten, war für das leibliche wohl bestens gesorgt. Das Duo Eckert/Hannes sorgte mit angenehmer Musik für Unterhaltung.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 10.10.2017

Von der Schlagkraft der Feuerwehr überzeugten sich 70 Delegierte der Kultur- und Brauchtumsvereine. Der Heimatring war in der Feuerwache zu Gast. 95 Ehrenamtliche (darunter 17 Frauen) plus zehn Hauptamtliche (eine Frau) stellen die Sicherheit im Stadtbereich sicher, informierten Peter Stahl, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, und Stadtbrandinspektor Ludwig Grasser. Im gesamten Stadtgebiet sind es sogar 248 Aktive. Im letzten Jahr kam es zu 859 Einsätzen, darunter 87 Brände, 515 technische Hilfeleistungen, 77 Sicherheitswachen und 31 freiwillige Arbeiten. Mit beeindruckenden Bildern - auch von Unwettereinsätzen und Tier-Rettungen - unterlegte Grasser seinen Bericht. Gruppenführer zeigten den Gästen die hochtechnisch ausgerüstete Zentrale, Fahrzeuge, Atemschutzstelle und sonstige Einrichtungen der Feuerwache. OB Kurt Seggewiß hatte für alle eine Brotzeit spendiert.

Heimatringvorsitzender Günther Magerl rief die Vereine auf, ihre Termine für 2018 bis zur Jahreshauptversammlung am 14. November abzugeben. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud zum Volkstanzabend am 17. Oktober, 19.30 Uhr, ins DJK-Sportheim ein.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 13.06.2017

Dr. Sebastian Schott referiert beim Heimatring über den Stadtteil Weiden-West. Den Bewohnern wäre in der Vergangenheit ein anderer Name für ihr Viertel lieber gewesen: Waldrast.

Über die Entwicklung des Stadtteils Weiden-West "von der Gartenstadt zum Gewerbegebiet" referierte Dr. Sebastian Schott vor den Mitgliedern des Heimatrings. Nördlich des Weidingbachs und westlich der Autobahn erstrecke sich das 5,5 Quadratmeter große Gebiet, das allerdings nur fünf Prozent der Weidener Bevölkerung beherberge.

Mittelpunkt sei die Kirche Maria Waldrast, deren Vorläufer die 1748 als Holz- und 1776 als Steinkirche erbaute "Wieskapelle" in der Weißenburgstraße gewesen sei. Diese sei 1934 abgerissen und im Weidener Westen neu errichtet worden. Die heutige Kirche Maria Waldrast sei ab 1965 erbaut worden.

Zur Wohnbebauung berichtete der wissenschaftliche Mitarbeiter des Stadtmuseums aus einer Festschrift von 1958. Dort hieß es, dass "bereits ab 1928 einzelne Familien der ärmsten Bevölkerungsschichten im Pressather Wald versucht" hätten, Eigenheime zu erbauen. Diese, anfänglich primitiven Behelfswohnstätten seien durch zähen Fleiß inzwischen zu schmucken Wohnhäusern und der "einst so verrufene Stadtteil zur Gartenstadt" geworden.
Bierhalle geplant

1925 habe der Gastwirt Michael Strehl eine Bierhalle mitten im Pressather Wald errichten wollen, was ihm jedoch als "Schwarzbau" untersagt worden sei. 1933 habe Georg Forster einen kleinen Kolonialwarenladen im Stadtteil eröffnet. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs sei der "Pressather Wald" an das Stromnetz angeschlossen worden. Ein Begehren der gleichnamigen Siedlergemeinschaft nach dem Krieg, den Stadtteil in "Waldrast" umzubenennen, scheiterte. Schott berichtete von der Gründung des Vereins "Unter uns", der Schützengilde "Wilhelm Tell", der Fußballabteilung Weiden-West des SV, aus der später der VfB Weiden-West hervorging, und der Gründung des Vereinskartells.

Die Hans-Schelter-Schule sei von Architekt Dieter Böhm 1974 erstellt. 1962 sei der Waldfriedhof seiner Bestimmung übergeben worden. Inzwischen sei der Stadtteil Weiden West geprägt von den Industriegebieten West I , II und III. Auf Letzterem befänden sich die Philatelie, das Logistikzentrum von Witt und das Druckzentrum des "Neuen Tags". In Planung sei West IV auf einem 70 Hektar großen Waldgebiet. Nach der erfolgreichen Sanierung der Mülldeponie sei aus dem Stadtteil ein attraktives Wohngebiet und ein beliebter Standort für Gewerbe und Industrie geworden, schloss der Referent.

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl dankte Dr. Schott mit einer Flasche "Heimatring-Wein", die Delegierten mit lang anhaltendem Applaus. Magerl wies auf den Tagesausflug nach Würzburg am 6. August hin. Anmeldungen für die Fahrt mit interessantem Programm sind noch möglich. Das Gartenfest des Heimatrings wird am 11. Juli steigen, kündigte Magerl an und der "Tag der Heimat" am 16. September. Schirmherr Bürgermeister Jens Meyer wird unter dem Motto "Heimat - ein wertvolles Gut" die Festansprache halten.
Sonnwendfeier

Margareta Czichon kündigte für den Obst- und Gartenbauverein an, dass der Schau- und Lehrgarten am Sonntag, 9. Juli, von 10 bis 17 Uhr für alle Blumen- und Pflanzenfreunde geöffnet ist. Auch Holunderkönigin Jana wird vor Ort sein. Edith Schimandl lud zur Sonnwendfeier des Oberpfälzer Waldvereins auf die "Dekan-Pfeiffer-Ruhe" (Steinerner Tisch oberhalb des "Heindlkellers") ein. Am 21. Juni ab 21 Uhr werden "Chorisma" und Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler die Feier gestalten.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 09.05.2017

300 Eier mussten vor der Aufstellung des Osterbrunnens am Oberen Markt neu bemalt werden, weil alte kaputt gegangen waren. Heuer haben die Bürger weitestgehend auf die "Druckprobe", ob es sich um echte Eier handele, verzichtet, stellt Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl fest und dankte den Bürgern dafür. So seien "relativ wenige" der insgesamt 2500 Eier zu Bruch gegangen. Auch auf die Maibaum-Aufstellung des Heimatrings blickte Magerl in der Versammlung zurück. Sie sei ein großer Erfolg gewesen. Magerl ärgerte sich allerdings über die Diskussion im Internet zur Ästhetik des eisernen Gestells rund um den Sockel des Maibaums. Es habe aus Sicherheitsgründen angeschafft werden müssen und sei baugleich zu vielen weiteren Gestellen. In Neustadt stehe etwa das Gleiche. Weitere Arbeiten am Baum stünden noch an.

Und es gehe weiter im Jahreslauf. Peter Ertl erstelle das Programm für die zweite Jahreshälfte und benötige deshalb die Meldungen der Vereine. 70 sind es derzeit, die in der Dachorganisation vereint sind. Ein Tagesausflug des Heimatrings führt heuer nach Würzburg. Dort erwartet die Teilnehmer etwa eine Besichtigung von Residenz und Hofkirche.
Ab 1663 Simultaneum

Fünf Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag ist das reformatorische Gedankengut erstmals auch in Weiden aufgetaucht. Was dann passierte, berichtet Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz beim Heimatring. Trotz Verbots durch den Landesherrn und den Regensburger Bischof seien die Bürger von den neuen Lehren sehr angetan gewesen, sagte Petra Vorsatz. Nachdem 1536 mit Heinrich Kümmel erstmals ein lutherischer Pfarrer nach Weiden gekommen war, sei es in der Folge zu einem länger andauernden Hin und Her der Religionen gekommen. Auch calvinistische Ideen seien mehrere Jahre zum Zug gekommen. Von einer gewaltsamen Gegenreformation sei die Stadt verschont geblieben.

1663 sei dann endgültig das Simultaneum, das gleichberechtigte Nebeneinander der Konfessionen, eingeführt worden. Die Michaelskirche wurde gemeinsam benutzt. Es dauerte an, bis es sich Pfarrer Max Josef Söllner zur Aufgabe machte, das Simultaneum aufzulösen. Mit dem Bau der Josefskirche 1899 und deren Fertigstellung eineinhalb Jahre später endete es. Noch heute gebe es in der Oberpfalz Simultan-Kirchen.
Obst- und Gartenbauvereinsvorsitzender Klaus Fischer wies darauf hin, dass man sich Gartentipps bei einer Begehung des Vereinsgartens in der Merklmooslohe am 16. Mai um 19 Uhr holen kann.

Peter Ertl lud zum Pfingstmusikantentreffen der Nordoberpfälzer Musikfreunde nach Au bei Pirk ein (Pfingstsonntag, ab 14 Uhr).

Zur Wahl der Bierkönigin lud "Höhe 308"-Vorsitzender Max Schmöller ein. Am 10. Juni findet diese im Großzelt hinter der Johanneskirche statt. Übrigens: Es fehlen noch Kandidatinnen. Dabei gibt es etwa einen nagelneuen Nissan Micra inklusive Steuer und Versicherung vom Autohaus Bücherl für ein Jahr zu gewinnen. Interessentinnen finden Infos im Internet unter www.hoehe308.de oder auf facebook.com/hoehe308.

Eisenbahnmuseumschef Horst Scheiner erklärte, das Museum habe am Sonntag, 21. Mai, geöffnet. Es zeigt eine Sonderschau.

Heimatpfleger Günter Alois Stadler kündigte eine Mundart-Lesung im Kultursaal des Alten Schulhauses für Freitag, 12. Mai, 19.30 Uhr, an. Einen Volkstanzübungsabend gebe es am 23. Mai um 19.30 Uhr im DJK-Sportheim.

Werner Wilzeck kündigte ein Benefizkonzert für Freitag, 12. Mai, um 19 Uhr an. Es tritt die Gruppe "Amici musicae antiquae" zugunsten der Kirche St. Sebastian in dieser Kirche auf.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 11.04.2017

Weiden aus der Vogelperspektive

Mit einem "motorisierten Hängegleiter" oder auch einem "Ultraleicht-Trike" war der 66-jährige Studiendirektor a. D. zu allen Jahreszeiten unterwegs. Aus über 400 Metern Höhe lichtete er mit einer sogenannten "Bridge-Kamera" kommunale Einrichtungen, Industrieanlagen, Schulen und Baustellen ab. Unterlegt mit geschichtlichen Daten und Fakten bot Laumer einen interessanten Streifzug durch Weiden und sogar einige Vergleichsaufnahmen von Amberg, Neumarkt und Tirschenreuth. Die Besucher dankten mit langanhaltendem Applaus, Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl mit einem kleinen Präsent.

Im Rückblick auf den Leseabend im Zuge der Literaturtage stellte Magerl fest, dass dieser extrem gut angekommen sei. Auch nächstes Jahr - obwohl dann keine Literaturtage stattfinden - werde der Heimatring in Zusammenarbeit mit Buchhändler Martin Stangl eine Lesung organisieren. Die Osterbrunnen-Weihe sei von den Bürgern ebenfalls gut angenommen worden, berichtete Magerl. Er dankte besonders den "Altbairischen". Deren Nachwuchs in seinen hübschen Trachten habe ein schönes Bild abgegeben und die 180 Eier, die die Kinder verteilten, seien im Nu vergriffen gewesen. Leider sei bereits am nächsten Tag eine ganze Reihe von Eiern durch unvernünftige Personen zerstört gewesen. 24 Eier mussten ersetzt werden.

Am Montag, 1. Mai, wird am Unteren Markt wieder ein Maibaum aufgestellt. Um 14 Uhr startet der Festzug ab der Volkshochschule, zieht die Allee entlang und durch das Obere Tor in die Altstadt. Vor dem "Alten Eichamt" findet nach der Aufstellung des Maibaums ein Fest mit Musik und Tanz statt. Zahlreiche Gemeinschaften hätten sich bereits zur Teilnahme angemeldet, sagte Magerl. Der Tagesausflug des Heimatrings wird die Delegierten heuer nach Würzburg führen.

Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler wies darauf hin, dass der allmonatliche Volkstanzabend im DJK-Heim diesmal eine Woche später als sonst stattfindet, also erst am 25. April. Am 6. Mai um 20 Uhr gebe es einen großen Volkstanzabend mit den "Ponnather Boum" in der "Almhütte". Horst Scheiner wies auf zahlreiche Sonderausstellungen anlässlich des 45-jährigen Bestehens des Eisenbahnmuseums hin. Den Auftakt bildet die Öffnung am Karfreitag von 13 bis 18 Uhr.
Viele Termine

Margareta Czichon vom Obst- und Gartenbauverein lud zu einem Rosenschnittkurs im Vereinsgarten am 22. April ab 9 Uhr ein. Am 6. Mai gibt es von 10 bis 13 Uhr eine Pflanzentauschbörse. Stadtrat Alois Lukas kündigte die Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Waldvereins an. Anlässlich des 140-jährigen Bestehens des Zweigvereins darf dieser die Jahreshauptversammlung des Hauptvereins mit interessantem Programm und schöner Wanderung ausrichten. Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz kündigte die Wanderausstellung "Verehrt - verfolgt - vergessen" an. Eröffnet wird sie am Mittwoch, 19. April, um 18 Uhr im Kulturzentrum Hans Bauer.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 14.03.2017

Aus welchem Jahr ist die alte Fotografie? Wer kennt das noch? Raten und staunen durften die Delegierten des Heimatrings in der März-Mitgliederversammlung. Die Gruppe "Freie Fotografen" zeigte Bilder von Weiden einst und jetzt. Präsidentin Zaneta Weidner, Bernhard Czichon und Bernhard Lang zeigten Ausschnitte der Herbst-Ausstellung.

Viel Gesprächsstoff und lobende Kommentare gab es für die alten Weidener Aufnahmen und dazu neue Fotos in gleicher Perspektive. Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl regte an, die Reihe fortzuführen. Nicht nur im Stadtarchiv, sondern auch bei vielen Bürgern schlummerten Fotos von "Alt-Weiden", hörte man aus den Reihen der Zuhörer.

Magerl nannte die nächsten wichtigen Termine der Dachorganisation der kultur- und brauchtumspflegenden Vereine. Am 4. April ab 20 Uhr findet der Festabend des Heimatrings zu den Literaturtagen statt. In der "Almhütte" liest Christian Höllerer, begleitet vom Trio "Gschwind", Geschichten von Ludwig Thoma, Karl Valentin, Gerhard Polt und anderen. Am Samstag, 8. April, wird zum dritten Mal ein Osterbrunnen am Oberen Markt aufgestellt. Am 1. Mai gibt es um 14 Uhr wieder die große Maibaumaufstellung am Unteren Markt, bei der zahlreiche Heimatring-Vereine das attraktive Rahmenprogramm gestalten.

Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler gab bekannt, dass der Volkstanz-Übungsabend, zu dem Neulinge und Geübte eingeladen sind, künftig im DJK-Sportheim stattfindet. Jeden dritten Dienstag im Monat ab 19.30 Uhr werden bayrische und oberpfälzische Volkstänze gezeigt, gelehrt und geübt. Margareta Czichon lud für den Obst- und Gartenbauverein zu einer Samentauschbörse am Dienstag, 21. März, 18.30 Uhr, ins Schützenhaus am Hetzenrichter Weg ein. Jedermann kann sich mit Samen für einen Blütenflor in der kommenden Gartensaison eindecken.
Berliner im Café Mitte

Im Anschluss ab 19.30 Uhr referiert Thomas Stock über die regionale Insektenwelt. Dr. Axel Matthia kündigte an, dass das Treffen des "Bundes der Berliner" ab sofort jeden ersten Freitag im Monat um 14 Uhr im Café Mitte stattfindet. Freunde Berlins sind herzlich willkommen.

Bericht: Bernhard Czichon

Lustige Mitgliederversammlung am 14.2.2017

Mehr als hundert fantasievoll Maskierte bevölkerten die "Almhütte" bei der "lustigen Mitgliederversammlung" des Heimatrings. Die Schönsten bekamen von einer Jury süße Preise. Da war ein "altes, gebrechliches Ehepaar", das kaum als Inge Walter und Rita Dineiger zu erkennen war. Auf den zweiten Platz kam Peter Ertl, der als "Maibaum" zusammen mit seiner Frau Franziska erschien (im Vorjahr war er ein "Osterbrunnen"). Dritte wurde eine verführerische "Lady in Black" (Margareta Czichon) vor "Scheich" Stadtrat Hans Forster, "Teufelchen" Hannelore Hammerl und einem eleganten "Glitzerpärchen", Maria und Johann Strobl.

Der "Heimatring-Fasching" war mit zahlreichen unterhaltsamen Einlagen gewürzt. "Höhe 309"-Vorsitzende Rosi Polland erörterte Computerprobleme mit "Oma", dargestellt von Stadträtin Gabriele Laurich. Büttenredner Bertram Schlosser zeigte unter dem Titel "Wenn eine Frau in fünf Minuten fertig ist" langwierige Ballvorbereitungen. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler charakterisierte humorvoll zwölf Sternkreiszeichen anwesender Prominenter. Stadtrat Alois Schinabeck reimte über Valentinstag und zum Fasching. "Happy Boy" Karl Tabert fand, unterstützt von Sängerin Barbara Reichl, den richtigen Draht zu seinem tanzfreudigen Publikum. Mit Schlagern aus den 60er Jahren bis heute sorgten die beiden dafür, dass das Parkett stets gut besetzt war. Die Narrhalla zeigte temporeiche und akrobatische Tanzeinlagen. Die Auftritte der Kinder- und der Jugendgarde begeisterten. Nicht nur Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl war sich sicher, dass die Narrhalla auf einem guten Weg sei.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 10.01.2017

Nach alter Tradition beginnt das Jahr beim Heimatring mit Musik. Das "Neujahrs-Anspielen" übernehmen heuer sechs Mitglieder des Jugendakkordeon-Orchesters unter der Leitung von Karin Dittrich.

Mit dem "Schmetterlings-Fox", "Bellavista", dem "Böhmischen Traum" und dem Sechs-Achtel Marsch "Treue Musikanten" stimmten sie die Delegierten der 71 Weidener kultur- und brauchtumspflegenden Vereine auf das kommende Jahr ein. Heimatring-Beisitzerin Edith Schimandl las eine kleine Geschichte vom zerbrochenen Schwein vor: "Die Sache mit dem Glück".

Nur mehr 71 Vereine? Tatsächlich habe sich die "Eghalanda Gmoi", ein Gründungsmitglied des im Oktober 1951 ins Leben gerufenen Heimatrings zum 31. Dezember letzten Jahres aufgelöst, berichtete Vorsitzender Günther Magerl. Anschließend gab er einen Ausblick über die wichtigsten Termine des ersten Halbjahrs 2017. Beim Heimatring steht als nächstes die "Lustige Mitgliederversammlung" in der "Almhüttn" am 14. Februar an. Die schönsten Masken werden prämiert. Für Musik sorgt Karl Tabert, und die Narrhalla tritt mit Prinzenpaar und Garde auf. Am 14. März sind die Bilder aus der Ausstellung "Weiden war - Weiden ist" der "Freien Fotografen" beim Heimatring zu sehen.

Am 4. April liest Christian Höllerer beim Festabend der "Weidener Literaturtage" Texte von Karl Valentin, Ludwig Thoma, Gerhard Polt & Co. Am Tag vor dem Palmsonntag übergibt der Heimatring einen Osterbrunnen an die Bevölkerung und am 1. Mai wird am Unteren Markt, nach einem Festzug durch die Stadt, der Maibaum aufgestellt.

Herbert Schmid, der Geschäftsführer von "Arbeit und Leben" stellte das Förderprogramm "Demokratie leben!" vor. Gemeinnützige Organisationen können für ihre Projekte finanzielle Unterstützung aus dem Bundesprogramm erhalten, wenn sie sich für Toleranz und Demokratie einsetzen. Die Leiterin des Kulturamts, Petra Vorsatz, lud zur "60's Revival Party" ein, die am 27. Februar im Vereinshaus steigt. Narrhalla-Präsident Gerhard Ertl wies auf den großen Kinderfasching am 12. Februar in der Mahrzweckhalle, den Lumpenball am 25. Februar und das närrische Treiben am Oberen Markt am Faschingsdienstag hin. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler warb für den Kehraus des Evangelischen Männervereins am Faschingsdienstag ab 19 Uhr im Vereinshaus. Bereits am 17. Januar gibt es um 19.30 Uhr wieder einen Volkstanz-Übungsabend in der Sportgaststätte "Anpfiff".

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 11.10.2016

Heimatring mit vielen Terminen in den nächsten Wochen
Ein- und Ausblicke

Mit einem Ausflug in Bildern durch Weiden und das Umland begeisterte Dieter Neumann die Delegierten des Heimatrings bei der Monatsversammlung. Der erfolgreiche, vielfach ausgezeichnete Hobbyfotograf führte in bunten Bildern durch Landschaften und Jahreszeiten. Neben Aufnahmen aus der Max-Reger-Stadt zeigte der Etzenrichter auch meisterliche Fotografien von den Störchen in seiner Heimatgemeinde, von Burgen und Kirchen in der nördlichen Oberpfalz sowie von Festen und kulturellen Ereignissen.

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl dankte Neumann mit "Heimatring-Wein". "Wenn man mit offenen Augen durch Stadt und Land geht, entdeckt man viele unbekannte Stellen", sagte Magerl. Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz lud zur Vorstellung der neuen "Oberpfälzer Heimat" ein: am 10. November um 19 Uhr in der "Almhütte". Zudem kündigte sie das Adventssingen an, das am 3. Dezember im Kulturzentrum Hans Bauer stattfindet. Nach einer besinnlichen Stunde wird dort die Spielzeug-Ausstellung eröffnet. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler machte auf die 38. Jahresausstellung des Arbeitskreises Kunst im Oberpfalzverein neugierig. "Kunst-Blicke" sind von 22. bis 30. Oktober im Kultursaal des Alten Schulhauses zu sehen.

Christa Binner vom Trachtenverein "D' Altbairischen" lud zum Volkstanzabend in den Postkellersaal ein. Am 5. November wird dort ab 19.30 Uhr von der Schwandorfer "VHS-Tanzlmusik" alles gespielt, was das Tänzerherz begehrt. Wer Interesse an Kursen für Perlenstickerei, Goldstickerei und Ähnlichem hat, kann sich ebenfalls an Christa Binner wenden. OWV-Chef Alois Lukas kündigte den nächsten Musikantenstammtisch auf der Strobelhütte für 22. Oktober, 19.30 Uhr, an. Rita Dineiger von den Lustigen Konradern sagte, dass ihre Truppe am 12. und 13. November, jeweils um 15 Uhr, im Vereinshaus das Märchen vom "Schneewittchen und den sieben Zwergen" spielt.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 13.09.2016

Stadtwerke präsentieren sich beim Heimatring
Nah-Versorger

"Seit 2012 sind die Stadtwerke ein Kommunalunternehmen mit dem Auftrag, eine schwarze Null zu erwirtschaften." Das berichtete Oberbürgermeister Kurt Seggewiß in der Monatsversammlung des Heimatrings. Mittlerweile sei man auch größter Anbieter erneuerbarer Energien in der Region und seit 1. Januar obendrein Betreiber des Stromnetzes. Als großen Vorteil der Stadtwerke gegenüber den Konkurrenten stellte Seggewiß die Möglichkeit der "persönlichen Ansprache" heraus.

Aufgaben, Betätigungsfelder und Ergebnisse der Stadtwerke erläuterten anschließend Michael Baier, Abteilungsleiter Kundenservice, und sein Kollege Konstantin Karl vor den knapp einhundert Delegierten der im Heimatring zusammengeschlossenen Vereine. 131 Mitarbeiter habe das Unternehmen, 37,2 Millionen Euro Umsatz verzeichne es pro Jahr, zählte Baier auf. 6449 Hausanschlüsse versorgten die Stadtwerke mit Gas, Strom werde seit 2011 an inzwischen 4500 Kunden verkauft.

Durch die eigenen Solarparks in Tännesberg und in Hütten könnten 4600 Vier-Personen-Haushalte mit Elektrizität versorgt werden. Die Wasserversorgung für 10 356 Hausanschlüsse werde über ein 240-Kilometer-Netz gewährleistet. WTW und Eisstadion seien weitere Aufgabengebiete der Stadtwerke, so Baier.

Nach dem Vortrag hielt Magerl eine Rückschau auf das Gartenfest, bei dem ein Überschuss von 714 Euro erwirtschaftet werden konnte, und auf den Tagesausflug nach Nürnberg, der mit einem Minus von 107 Euro bilanziert werden musste. Für Samstag, 17. September, lud Magerl zum "Tag der Heimat" in der Max-Reger-Halle. Unter dem Motto "Heimat ist ein Gefühl" werden ab 19.30 Uhr sehenswerte Heimat-Beiträge gezeigt.

Oberpfälzer-Waldverein-Vorsitzender Alois Lukas lud zum Jubiläum "100 Jahre OWV Hauptverein Weiden", das am Samstag, 24. September, um 13 Uhr mit der Enthüllung einer Erinnerungstafel am Oberen Markt eingeläutet und anschließend im Haus der Gemeinde mit den 55 zugehörigen Zweigvereinen gefeiert wird. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud zum Volkstanzabend am Dienstag, 20. September, um 19.30 Uhr in die Gaststätte "Anpfiff" ein.

Bericht: Bernhard Czichon

Gartenfest am 12.07.2016

"Heimat ist ein Gefühl": Dieses Motto des "Tages der Heimat" musste unter anderem wissen, wer beim Quiz des Heimatring-Gartenfestes unter den Siegern sein wollte. Heuer, am 17. September, ist dieser alljährliche Gedenktag in der Max-Reger-Halle. Und: Auch dieser Termin war Lösung einer der Fragen.

21 von 83 Teilnehmern wussten dies und alles andere, so dass Stadträtin Gabi Laurich am Ende in die Lostrommel greifen musste. Horst Scheiner vom Eisenbahnmuseum hat anscheinend das Glück abonniert. Er gewann wie so oft in den vergangenen Jahren und holte sich aus fast 40 Preisen ein wertvolles Bronze-Kreuz. Zweiter Gewinner war Jakob Beck vom Bienenzuchtverein, dritter Horst Fuchs von den "Nordoberpfälzer Musikfreunden". Ilona Ertl (Narrhalla) und Georg Raithel (Mineralienfreunde) folgten.

Das Gartenfest der Dachorganisation der Weidener Kultur- und Brauchtumsvereine fand diesmal ohne Vorsitzenden Günther Magerl statt, der krankheitsbedingt fehlte. Sein Stellvertreter Norbert Uschald eröffnete vor gut 150 Delegierten, Vorsitzenden und Mitgliedern der angehörenden Vereine die Feier im großen Festzelt neben der "Almhütte". Die Familie Hofmann hatte dazu ihre Wiese zur Verfügung gestellt, die Mitglieder des Stammtischs "Höhe 308" das Großzelt aufgestellt, und die Vorstandschaft des Heimatrings schenkte aus, grillte und backte überaus köstlichen und sehr beliebten Dotsch. Dazu spielte Alleinunterhalter Bertram Schlosser.

Uschald teilte mit, dass für die Gemeinschaftsfahrt am 7. August nach Nürnberg noch mehrere Plätze frei sind. Außerdem stellte er den neuen Halbjahreskalender vor, in dem Peter Ertl alle Vereins-Veranstaltungen der nächsten sechs Monate zusammengestellt hat.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 14.06.2016

Der Heimatring hat zwar einen Mitgliedsverein weniger. Dafür ist nun ein bekannter neuer Delegierter in seinen Reihen.

Durch den Zusammenschluss der "EAW-Siedler" und der "Hammerweg-Siedler" hat sich die Zahl der Mitgliedsvereine unter dem Dach des Heimatrings auf 71 verringert. Den Delegierten der neuen Gemeinschaft begrüßte Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl bei der Juni-Monatsversammlung erstmals. Es ist Stadtrat Karlheinz Schell.

Anschließend sah sich der Heimatring "Im Wunderland der Bienen" um: Mit diesem Film von Donat Waltenberger brachte Magerl den Delegierten sein Hobby näher. Der Heimatringchef ist seit seiner Pensionierung vor sieben Jahren passionierter Imker, begeistertes Mitglied im Bienenzuchtverein und stolzer Besitzer von vier Bienenvölkern. Der Film zeigte das Leben der Bienen im Kreislauf der Natur, ihre Bedeutung für die Bestäubung sowie die Produktion von Honig, Wachs, Gelee Royal und Propolis. Fachkundige Antwort auf zahlreiche Fragen aus dem Kreis der Zuschauer gab anschließend der Zweite Vorsitzende des Bienenzuchtvereins, Thomas Beck.

Wer jetzt mehr wissen will: Am "Tag der offenen Tür" im Bienenheim in der Merklmooslohe kann man sein Wissen über die fleißigen Honigsammler vertiefen und sich über das Hobby "Imkerei" informieren. Für Kinder und Erwachsene ist allerhand geboten.

"Altbairischen"-Jugendleiterin Christa Binner lud zur "offenen Trachtenwerkstatt" am Sonntag, 19. Juni, von 13 bis 17 i Freilandmuseum Neusath-Perschen. Helmut Ruhland veranstaltet mit seinem "Förderverein für Denkmalschutz" am Samstag, 18. Juni, von 10 bis 16 Uhr auf dem früheren "AW-Gelände" einen "Tag des offenen Führerstands". Unter sachkundiger Führung ist die aufwendig renovierte Dampflokomotive Baureihe 50 2146, die dort steht, zu besichtigen. Die Freiwillige Feuerwehr gewährt mit Hilfe der Drehleiter einen Überblick von oben. Es gibt ein Glücksrad, die "Höhe 308" sorgt für das leibliche Wohl.
Offene Gartentür

Margareta Czichon kündigte einen "Tag der offenen Gartentür" im Lehr-, Schau- und Vereinsgarten des Obst- und Gartenbauvereins an. Am Sonntag, 10. Juli, steht er von 10 bis 17 Uhr für alle Besucher offen. Gleichzeitig öffnet auch der "Integrationsgarten" am Stockerhutweg seine Tore. Stadtrat Alois Lukas auf viele Besucher beim Johannisfeuer des Oberpfälzer Waldvereins am Dienstag, 21. Juni, auf der Dekan- Pfeiffer- Ruhe. Ab 20 Uhr trifft man sich, gegen 21 Uhr wird das Feuer entzündet. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud wieder zum Volkstanzabend am Dienstag, 21 Juni, ab 19.30 Uhr in der Gaststätte "Anpfiff".

Magerl wies zudem auf das Gartenfest hin. Es beginnt am Dienstag, 12. Juli, ab 18.30 Uhr im Garten der Familie Hofmann, direkt neben der "Almhütte". Der "Tag der Heimat" wird heuer am 17. September unter dem Motto "Heimat ist ein Gefühl" in der Max-Reger-Halle stattfinden.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 10.05.2016

Neues Ehrenmitglied

32 Jahre lang hat Walter Leupold als Verbindungsstadtrat der CSU-Fraktion zum Heimatring gewirkt. Am Montag war der 65-Jährige wegen seines Wegzugs nach Schwandorf als Stadtrat verabschiedet worden (wir berichteten). Tags darauf entließen ihn die Heimatring-Vorsitzenden Günther Magerl und Norbert Uschald aus seiner Funktion als Verbindungsstadtrat, die er jahrzehntelang ausgeübt hat. Für seine Verdienste ernannten sie Leupold zum Ehrenmitglied der Dachorganisation. "Danke für all deine guten Taten", sagte Magerl.

Seit dem 16. April 1984 habe sich Leupold als Stadtrat stets für die Belange der brauchtums- und kulturtragenden Vereine eingesetzt. Auch sei der Landgerichtspräsident ein treuer und großzügiger Besucher aller Heimatring-Veranstaltungen gewesen. Zudem habe er Leupold als guten Ratgeber geschätzt, betonte Günther Magerl.

Der Heimatring wird nicht ohne Bindeglied zu den Christsozialen bleiben: Nachfolger Leupolds als CSU-Verbindungsstadtrat wurde Stadtrat Heiner Vierling.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlungam 12.04.2016

Einen Spaziergang durch Weiden im Jahr 1700 unternahm der Heimatring. Möglich machte den Ausflug in alte Zeiten die moderne Technik. Und viel historisches Detailwissen.

Weiden im Jahr 1700 - eine andere Welt: 2000 Einwohner bevölkern das kleine Städtchen. Vor den Stadtmauern schützt ein großer Erdwall vor Eindringlingen. Drei Tore - die einzigen Zugänge - werden täglich vom Stadtwachtmeister ab- und morgens wieder aufgesperrt. Der Türmer der Michaelskirche wacht hoch droben in seiner Wohnung. Bei der Versammlung des Heimatrings sahen die Delegierten all dies bei einem virtuellen Spaziergang in 3-D und Farbe.

Bernhard Weigl aus Mantel hat in zweijähriger Arbeit einen Film erstellt, bei dem sich der Zuschauer ins Jahr 1700 versetzt fühlt. Der 46-jährige Techniker, der auch schon vier Bücher und diverse Aufsätze zur Geschichte der Region veröffentlicht hat, ist seit seiner Jugend Hobby-Historiker. Vergangenes Jahr vollendete er die 3-D-Rekonstruktion, die Weiden um 1700 zeigt.

Sie zeigt längst nicht mehr existierende Bauten wie die "Vor-Tore", die dem Unteren und dem Oberen Tor vorgelagert waren, frühere Brücken über den Stadtbach, aber auch Gebäude, die erst beim amerikanischen Beschuss 1945 zerstört wurden. Weigls Vortrag war mit interessanten Details, aktuellen und alten Fotos sowie zahlreichen wissenschaftlichen Erklärungen unterlegt. "Eine Rekonstruktion ist immer so gut wie die Daten, die vorliegen", stellte Weigl fest. Zum Glück gebe es noch teils exakte Pläne und umfangreichen Schriftverkehr aus jener Zeit, da der Herzog von Sulzbach damals immer gut über seine Besitztümer und sein Herrschaftsgebiet informiert sein wollte.

Die gut 100 Anwesenden aus dem Kreis der kultur- und brauchtumstreibenden Vereine spendierten dem Referenten langen Applaus. Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl kündigte an, dass der diesjährige Maibaum-Festzug etwas anders als gewohnt verläuft. Die Aufstellung ist um 13.45 Uhr im Hof der VHS. Von dort aus geht es über die Allee, an der Josefskirche vorbei in die Sedanstraße und dann durch das Obere Tor wieder auf gewohntem Weg zum Alten Rathaus. Zahlreiche Gruppen werden die Maibaum-Aufstellung mit Musik und Tanz umrahmen.

Zudem gab Magerl bekannt, dass die Planungen der Dachorganisation fürs zweite Halbjahr laufen. Die Meldungen der angeschlossenen Vereine über ihre Aktivitäten müssen bis 10. Mai abgegeben werden. Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz erinnerte an das Jubiläum "775 Jahre Weiden" am 16. Juli. Sie rief die Vereine auf, sich zu beteiligen.

Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud zum Volkstanzabend am Samstag, 23. April, ab 20 Uhr in der Sportgaststätte "Anpfiff". Die Sieger des Weidener Volksmusikpreises 2014 "DZ Nowlreiwa" spielen "Boarische", "Zwiefache", "Schottisch", Walzer, Polkas und Figurentänze. Annemarie Maier vom Stammtisch "Höhe 309" lud zur Teilnahme an einer Dreitagefahrt im August ins Berchtesgadener Land.
Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 08.03.2016

Über Flüchtlinge und ihre Integration in Weiden sprach Dr. Sebastian Schott beim Heimatring. Allerdings beleuchtete der wissenschaftliche Mitarbeiter nicht die aktuelle Problematik. Bei ihm ging es um die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Ostgebieten vertriebenen oder geflüchteten Deutschen.

Um "wilde Vertreibungen" in geordnete Bahnen zu lenken, hätten die tschechoslowakischen Machthaber sich mit den Siegermächten auf die Abschiebung Deutscher aus dem Egerland in Zügen geeinigt. Mit Hilfe der Aufzeichnungen Josef Bruckners und reichen Bildmaterials zeigte Schott wie die Internierung in Tachau, der Transport in Güterwagen, die Durchschleusung im Lager Wiesau und der weitere Verschub ins gesamte Bundesgebiet vor sich ging. Sogar Kranke und Behinderte hätten die Tschechoslowaken abgeschoben. Haustiere durften nicht mitgenommen werden und verendeten dann kläglich.

Die Ankunft in Bayern mit erster Speisung sei für die Vertriebenen ein freudiges Erlebnis gewesen. Denn in der alten Heimat habe seit Mai 1945 kein Fleisch und keine Wurst mehr an Deutsche verkauft werden dürfen. Nach ärztlicher Untersuchung und Entlausung habe man sich registrieren lassen müssen. Ohne Registrierung habe es keine Weiterreise und keine Lebensmittelmarken gegeben. Da zahlreiche Sudetendeutsche ihrem Abschiebungsbefehl zuvor gekommen und über die Grenze in die Oberpfalz geflüchtet waren, war Weiden, trotz einer Zuzugssperre, schnell hoffnungslos überfüllt. Große Flüchtlingstrecks aus Schlesien waren hinzu gekommen. Insgesamt nahm die Max-Reger-Stadt nach dem Krieg 12 000 Menschen auf, davon fast 2000 aus der Tachauer Gegend.
Konflikte um Wohnraum

Die angespannte Wohnungslage führte zu Konflikten zwischen den angestammten Bürgern und den Hinzugekommenen. Barackenlager am Fichtenbühl und am alten Schützenhaus in Weiden-Ost, sowie Hotels, Fabrikgebäude und Lagerhäuser wurden als Wohnraum genutzt. Erst Wohnungsbauprogramme nach der Währungsreform 1949 linderten die Wohnungsnot. Schlichtwohnungen am Stockerhut und der Karl-Heilmann-Block wurden gebaut. Damals lebten noch 2500 Personen in Flüchtlingsbaracken. Heimatring-Chef Günther Magerl spannte anschließend den Bogen zur heutigen Flüchtlingsproblematik.

Bericht: Bernhard Czichon

Lustige Mitgliederversammlung am 02.02.2016

Als Osterbrunnen zum Fasching

Spitze Büttenreden, humorvolle Einlagen, begeisternde Narrhalla-Auftritte, fantasievolle Masken - dazu Musik und Tanz. Das alles bot wieder einmal die "lustige Mitgliederversammlung" des Heimatrings.

In der "Almhütte" feierten die Mitglieder und Delegierten der 72 kultur- und brauchtumspflegenden Vereine Weidens ihren Heimatring-Fasching. Ursprünglich hätte er der kurzen Narrensaison zum Opfer fallen sollen. Aber nachdem Vorstandsmitglied Peter Ertl Einspruch erhoben hatte, waren sich schnell alle einig: "Wir machen unsere lustige Versammlung eben diesmal am ersten Dienstag des Monats." Und so konnte Vorsitzender Günther Magerl - als Polizist verkleidet - etwa 80 gut gelaunte "Maschkerer" begrüßen.

Stadträtin Gabi Laurich ließ sich als fesche Piratin mit Seeräuber-Ehemann Manfred sehen. Stadtrat Alois Lukas kam als Mexikaner, und sein CSU-Kollege Hans Forster ließ sich als Marokkaner nicht abschieben. Den Vogel unter den Masken hatte oben genannter Peter Ertl abgeschossen. Er war als "Osterbrunnen" verkleidet und bekam den ersten Preis bei der Maskenprämierung. "Häuptling spitze Feder" und seine Squaw kamen auf den zweiten Platz, "Hexe" Inge Walter auf den dritten.

Mit der Geschichte "Wie's im Paradies zuging" begeisterte Dr. Axel Poy, der Delegierte der "Schlaraffia", die Gäste. Stadträtin Sabine Zeidler, "Höhe 309"-Vorsitzende Rosi Polland und Gabi Laurich hatten eine Kurzgeschichte von Josef Fendl einstudiert. Darin ging es um allerhand skurrile Einfälle zur Steigerung der Tourismuszahlen. Dazu seien "Events" nötig, riet eine der Damen - bis hin zum Christkindlmarkt mitten im Sommer. In perfekten Reimen ging Rita Dineiger auf die Vorstandsmitglieder des Heimatrings und andere Perönlichkeiten ein. Auf den "Taschensammel-Spleen" von Gabi Laurich, auf den "Bienenstreichler" und "Bauernhofspieler" Magerl sowie auf den Oberbürgermeister, der beim Stadtball keinen Orden von der Narrhalla wollte - vielleicht weil er nächstes Jahr den Faschingsprinzen macht?

Bertram Schlosser als "Silber-Jubilar" referierte über die "Enttäuschungen des Ehelebens", bevor das Faschingsprinzenpaar Ilona I. und Christian I. einen wahren Ordensregen über die Besucher ergehen ließen. Spitzen-Auftritte legten die Narrhalla-Jugend- und die Prinzengarde hin. Auch für ihre Mitternachts-Show um 22:15 Uhr (!) ernteten die jungen Damen reichlich Applaus.

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 12.01.2016

Am Samstag, 16. Juli , feiert die Stadt am Oberen Markt ihren 775. Geburtstag. Doch das war nur einer von vielen interessanten Terminen beim Heimatring. Vorsitzender Günter Magerl wies zum Jahresauftakt auf viele weitere hin.
"A gsund's neijs Joar, a schöinas wäi as alte woar" wünschten die Sänger der Musikgruppe der "Lustigen Konrader" unter der Leitung von Fritz Landgraf bei der ersten Monatsversammlung des Heimatrings. Fröhlich erklangen auch das "Kallmünzer Nachtwächter- Neujahrslied", "Weihnacht is umma" und die "Michl-Polka". Heimatring-Beisitzerin Edith Schimandl las eine Geschichte über "Zwölf Trauben" vor, deren Resümee ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach ist: "Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gehen. Wirklich arm ist nur, wer keine Träume hat".
20 Jahre bei Almrausch

Vorsitzender Günther Magerl hieß die Delegierten und Vorsitzenden der 72 brauchtums- und kulturtragenden Vereine zu Beginn des Jahres in der "Almhütte" willkommen. Hier sei man übrigens seit genau 20 Jahren beheimatet, wofür Magerl dem Gebirgstrachten-Erhaltungsverein "Almrausch" dankte. Sodann stellte er den, von Peter Ertl attraktiv gestalteten, Halbjahreskalender vor, der alle Veranstaltungen der Mitgliedsvereine beinhaltet. Die nächste wichtige Veranstaltung der Dachorganisation selbst wird die "lustige Mitgliederversammlung" am 2. Februar um 19 Uhr sein. Neben Auftritten der Narrhalla und lustigen Beiträgen der Mitglieder wird es auch eine Maskenprämierung geben.

Ein Jubiläum feiert die Stadt heuer, tat Stadtarchivarin Petra Vorsatz kund. Im Jahr 1241 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt - also vor 775 Jahren. Dieses denkwürdige Jahr wird am Samstag, 16. Juli, am Oberen Markt mit diversen Aktionen gefeiert. Gemeinschaften, die sich daran beteiligen wollen, können sich bei Vorsatz anmelden (Tel.: 09 61 / 81 41 01 oder per Mail an petra.vorsatz@weiden.de). Ebenso ruft der Kunstverein zu einer Teilnahme auf. In den Räumen in der Ledererstraße findet eine Ausstellung zum Thema "Gärten" statt. Die Installation wird ein norddeutscher Künstler übernahmen. Informationen, wie man sich einbringen kann, bitte bis 10. Februar unter Telefon 09 61 / 463 08 einholen, bzw. unter info@kunstverein-weiden.de.
Neuer "Zungaschloch"

Heimatpfleger Günter Alois Stadler lud zum Volkstanz-Übungsabend in die Gaststätte "Anpfiff" ein. Der nächste findet am 19. Januar um 19.30 Uhr statt. Außerdem stellte Stadler den in neuer, bunter Aufmachung erschienenen "Zungaschloch", das Organ des Arbeitskreises Mundart, vor. Vorsatz riet noch zum Besuch des ersten großen Konzerts im diesjährigen Max-Reger-Jahr (100. Todestag). Ein berühmtes Klavier-Duo spielt am 24. Januar um 19.30 Uhr in der Max-Reger-Halle. Präsident Gerhard Ertl kündigte den großen Narrhalla-Kinderfasching an. Am 7. Februar ab 13.30 Uhr ist Einlass in der Max-Reger-Halle.

Die wichtigsten Termine der Heimatring-Vereine im ersten Halbjahr
Aus über 200 im Halbjahreskalender veröffentlichten Terminen, die von Magerl ausgewählten wichtigsten Veranstaltungen der Heimatring-Vereine im ersten Halbjahr 2016:

Sa., 16. Januar: 10-jähriges Bestehen der Gesellschaft der Staudenfreunde Fr., 22. Januar: Preisschafkopf der THW-Helfervereinigung So., 24. und 31. Januar: Kinderfasching der "Altbairischen Di., 2. Februar: Heimatring-Fasching So., 7. Februar: Narrhalla- Kinderfasching Mi., 17. Februar: Zoiglabend der "7er-Kameradschaft" in der Almhütte Di., 8. März: Vortrag beim Heimatring über die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen Sa., 19. März: Osterbrunnen-Segnung am Oberen Markt.

Sa., 9. April: Theaterpremiere der "Lustigen Konrader" im Pfarrheim St. Johannes Di., 12. April: Geschichtsstunde in 3D in der Almhütte, "virtueller Spaziergang um 1700" Di., 19. April: Heimatring-Leseabend zu den Literaturtagen in der Almhütte Sa., 30. April: Maibaum-Aufstellungen beim Schnupferclub Latsch, Burschenverein Rothenstadt, Höhe 308 und Siedlergemeinschaft Waldrast So., 1. Mai: Maibaum-Aufstellung des Heimatrings am Unteren Markt Di., 10. Mai: Vortrag "Der andere Max-Reger" in der Almhütte So., 15. Mai: Pfingstmusikantentreffen in Au bei Pirk Sa., 11. Juni: Wahl der 6. Weidener Bierkönigin am Festplatz hinter der Kirche St. Johannes Di., 14. Juni: Film "Das Bienenjahr" in der Almhütte So., 19. Juni: Tag der offenen Tür im Bienenheim (Merklmooslohe) Di., 21. Juni: Johannisfeuer auf der "Dekan-Pfeiffer-Ruhe" Fr., 24. Juni: Johannisfeuer bei der "Höhe 308"

Bericht: Bernhard Czichon

Monatsversammlung am 13.10.2015

Förderverein klopft an

Weiden. Blick zurück, Blick nach vorne: Um beides ging es bei der Monatsversammlung des Heimatrings. Denn die Besucher erfuhren nicht nur einiges über den Stadtteil Weiden-Ost, sondern auch, dass der Dachverband bald Zuwachs bekommen könnte.
Heimatring-Vize Norbert Uschald bedankte sich bei Dr. Sebastian Schott für den Vortrag über Weiden-Ost.
Es wird um die Ehrung verdienter Mitglieder gehen. Und um die Aufnahme eines neuen Vereins. Beide Punkte stehen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung des Heimatrings am Dienstag, 10. November. Dazu lud Stellvertretender Vorsitzender Norbert Uschald bei der Monatsversammlung im "Almrausch"-Vereinsheim schon mal ein. Dann wird es neben Auszeichnungen auch die Abstimmung über die Aufnahme des "Fördervereins St. Sebastian" in den Kreis der 72 brauchtums- und kulturpflegenden Weidener Vereine geben.

Der Vorsitzende des Fördervereins, der langjährige Kreishandwerksmeister Karl Arnold, stellte den Zusammenschluss in der Monatsversammlung den Delegierten des Dachverbands vor. Auch "Handwerkerkirche" werde die älteste katholische Kirche Weidens genannt, sagte Arnold. Nun sei sie dringend sanierungsbedürftig, besonders die Anforderungen des Denkmalsschutzes würden teuer werden. Im April habe sich deshalb der Förderverein gegründet, der schon 135 Mitglieder zähle.

Künstlerische Spuren

Werner Wilzeck berichtete über die Geschichte der vor über 500 Jahren erbauten Kirche. 1691, nach einem Blitzschlag in echtem nordoberpfälzer Barockstil wieder aufgebaut, trage sie die Spuren zahlreicher heimischer Künstler wie beispielsweise Wilhelm Vierling, Günther Mauermann und zu guter letzt Johann Hagn, der die Zunftstangen gefertigt hat. St. Sebastian sei also "ein Teil des kulturellen Gedächtnisses Weidens".

Dr. Sebastian Schott vom Stadtarchiv referierte anschließend über die Geschichte des Stadtteils Weiden-Ost. Er erläuterte die Entwicklung des Gebiets, das heute durch die 1938 erbaute "Ostmarkstraße" in "Weiden Ost I" und "Weiden Ost II" getrennt ist. Eine Karte aus dem Jahr 1935, die Schott präsentierte, zeigte den Weidener Osten als spärlich bebauten Landstrich mit interessanten Flurbezeichnungen wie zum Beispiel "Egelsee" - das Gebiet, auf dem ab 1902 der erste Frühlings- und Volksfestplatz war. Bis 1971, dann wurde er (bis 2013) von dem aufgefüllten Schuttplatz Ecke Hetzenrichter Weg/Leuchtenberger Straße abgelöst. Schott ging auch auf die zahlreichen Flurdenkmäler, die alten Felsenkeller am "Heindlkeller" und an der "Muglhofer Straße" (heute: Leuchtenberger Straße) sowie die jetzt in Weiden Ost befindlichen Bildungseinrichtungen ein. 1967 bis 1970 sei das Kepler-Gymnasium erbaut worden, 1982 sei die Clausnitzerschule von der Sedan- in die Stresemannstraße verlegt worden. Mit dem Bau der Hochschule und der Eröffnung der neuen FOS/BOS besitze der Stadtteil nun ein herausragendes Angebot an Bildungseinrichtungen.

Gemeinsamer Volkstanz

Am Volkstrauertag, 15. November, sollten alle Heimatringvereine an der Gedenkveranstaltung in der Konrad-Adenauer-Anlage teilnehmen, forderte Uschald auf. Der Gedenkzug startet um 10.40 Uhr am Neuen Rathaus. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud zum gemeinsamen Volkstanz am Dienstag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr in die Gaststätte "Anpfiff". Außerdem wies Stadler auf eine Ausstellung des Arbeitskreises Kunst im Oberpfalzverein hin. Sie trägt den Titel "Einfach Kunst" und eröffnet am Samstag, 31. Oktober, um 10 Uhr im Kulturzentrum Hans Bauer.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 08.09.2015

Klinik-Kunde für Heimatring
Vorstand Götz stellt Unternehmen vor - Werbung für Tag der Heimat

Wissenswertes über die medizinische Versorgung in der Region hörte der Heimatring bei seiner Versammlung. Von Vorstand Josef Götz gab's dabei einen umfassenden Einblick in das Leistungsspektrum der Kliniken Nordoberpfalz AG. Von Heimatring-Vorsitzendem Günther Magerl gab's am Ende des Referats ein Geschenk.
Das ist etwa so viel wie Weiden Einwohner hat: Rund 43 000 stationäre Patienten zählte die Kliniken Nordoberpfalz AG im vergangenen Jahr. Entsprechend groß ist auch der personelle Einsatz: 2800 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze gibt es bei den Kliniken, die damit größter Arbeitgeber in der Region sind.

Solche beeindruckenden Zahlen hörten die Mitglieder des Heimatrings bei ihrem jüngsten Treffen in der Cafeteria des Klinikums. Dort gab Vorstand Josef Götz einen umfassenden Überblick über sein Haus. Und einen Ausblick: Künftige Herausforderungen seien nicht zuletzt die kostendeckende Finanzierung und die Eindämmung der Bürokratie. Gerade Letzteres sei ja im Sinne aller, so Götz. Denn so hätte das Fach- und Pflegepersonal mehr Zeit, sich den Patienten zu widmen.

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl dankte dem Referenten, musste aber auch eine traurige Pflicht übernehmen: Zusammen mit den Anwesenden gedachte er des verstorbenen Ehrenmitglieds Josef Eckert, der den Veranstaltungskalender ins Leben gerufen und die Chronik des Heimatrings zum 50-Jährigen zusammengestellt hatte. Ebenso galt das Gedenken Alois Lehner, dem langjährigen Vorsitzenden der Fischerberg-Siedler. Im Rückblick erwähnte Magerl den ereignisreichen Heimatring-Ausflug nach Landshut und zur Burg Trausnitz. Gut besucht war das Gartenfest, wobei der Hofmann-Garten guten Anklang fand. Verdienste erwarben sich die Höhe 308 beim Zeltaufbau sowie der Schnupferclub Latsch beim Abbau.

Termine: Am Dienstag, 15. September, ab 19.30 Uhr ist ein Volkstanzabend im Lokal "Anpfiff" (auch für Anfänger). Magerl warb zudem um die Teilnahme am Tag der Heimat am Samstag, 19. September, ab 19.30 Uhr in der Max-Reger-Halle. Ebenso ist an diesem Tag das Weidener Herbstfest mit dem "Bayerisch-österreichischen Städtepartnerschaftsfest" am Weiden-am-See-Platz mit Weinausschank und Musik. Am Sonntag, 27. September, folgt das Erntedankfest des Bienenzuchtvereins ab 14 Uhr in der Merkl-Mooslohe.

Für Freitag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr lädt der Arbeitskreis Mundart zum 25-Jährigen ins Schützenhaus. Dabei können auch Gastpoeten Mundartliteratur vortragen. Interessenten melden sich bei Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler. Am Samstag, 10. Oktober, gibt es ab 10 Uhr einen Fundusverkauf der Narrhalla im Jugendzentrum.

Bericht: Reinhold Dobmeier

Gartenfest am 14.07.2015

Rätseln um Heimatring

Weiden. Das ganze Leben ist ein Quiz. Die Besucher des Heimatring-Gartenfestes waren die Kandidaten - und am Ende sind die Mitglieder von "Höhe 308" obenauf.

Der Dank von Heimatring-Vorsitzendem Günther Magerl ging an die vielen Helfer. Sie hatten es ermöglicht, dass am Dienstag in zwei Großzelten das Gartenfest des Heimatrings kräftig gefeiert werden konnte. "Höhe 308" und Schnupferclub hatten die Zelte aufgebaut. Die Heimatring-Vorstandschaft schenkte aus, bediente und grillte. Besonders beliebt war der Dotsch, was zu langen Wartezeiten an diesem Stand führte. Für Musik sorgte das Duo Eckert/Gleißner.

"Heimat ist nicht nur ein Wort": So lautet das Motto des "Tags der Heimat" am 19. September in der Max-Reger-Halle. Wer dies wusste, hatte schon zwei Punkte beim traditionellen "Heimatring-Quiz". Weiter wurde nach der Zahl der Mitgliedsvereine im Dachverband (richtig: 72) und der Zahl der Gesamtmitglieder (26 500) gefragt. Auch, seit wann der Heimatring einen Maibaum aufstellt, musste man wissen: seit 1985. Hingegen einen Osterbrunnen gibt es erst seit vorigem Jahr.

Dank kameradschaftlicher Zusammenarbeit hatten von 114 Teilnehmern am Quiz 75 alles richtig. Glücksfee Gabi Laurich musste die Sieger per Los ermitteln. Werner Maier (Stammtisch "Höhe 308") freute sich über den ersten Preis, Max Schmöller vom selben Verein über den zweiten. Rosi Polland, die Vorsitzende der "Höhe 309", gewann eine Vogeltränke aus Granit. Auf den vierten Platz kam Wilhelm Moser von den "Weidener Komödiens", auf den fünften Horst Scheiner vom Eisenbahnmuseum. Bürgermeister und Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher musste als Mittelfeld-Platzierter mit einer Flasche Rotwein vorlieb nehmen, während CSU-Stadtrat Hans Forster - etwas weiter vorne - einen tönernen Terrassenkamin ergatterte.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Mitgliederversammlung am 12.05.2015

Nazis mutig standgehalten

Dr. Franz Josef Pfleger war der erste Oberbürgermeister Weidens nach dem Zweiten Weltkrieg. An ihn erinnern nicht nur der Straßenname, sondern zahlreiche Dokumente in vielen Archiven. Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz hat sie alle gesichtet. Ihr Schluss: Dr. Pfleger zählt zu den interessantesten Persönlichkeiten der Geschichte der Stadt.

Weiden. Dr. Franz Josef Pfleger ist seinen Überzeugungen sein ganzes Leben lang treu geblieben und hat dies auch gegenüber dem nationalsozialistischen Terrorregime durchgehalten. Wer sich mit seiner Lebensgeschichte befasst, kommt rasch zu dieser Schlussfolgerung. Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz hat über Dr. Pfleger in zahlreichen Archiven recherchiert. Sogar amerikanische Akten und Unterlagen der Staatsanwaltschaft Weiden hat sie studiert. In der Monatsversammlung des Heimatrings hat Petra Vorsatz jetzt darüber berichtet.

Mit 73 Jahren OB

Anhand zahlreicher schriftlicher Dokumente aus dem Leben des Rechtsanwalts, Politikers und späteren Oberbürgermeister Dr. Pfleger konnte sie seinen Vorbildcharakter beweisen. Oberbürgermeister von Weiden wurde Pfleger erst im Alter von 73 Jahren nach Kriegsende. So war im wohl die Kraft nicht mehr gegeben, sich 1948 erneut zur Wiederwahl zu stellen. Welche schwierigen Aufgaben jedoch in den unmittelbaren Nachkriegsjahren in Weiden zu bewältigen waren, zeigte die Referentin mit Auszügen aus einem Interview des Juristen aus dem Jahr 1947 mit dem "Neuen Tag" auf.

Zu seinen größten Aufgaben zählte der Oberbürgermeister damals die Unterbringung von Flüchtlingen, die schlechte Versorgungslage, Krankheiten und Schulerweiterungen. Petra Vorsatz dokumentierte dies auch mit Zahlen. Während des Krieges lag die Einwohnerzahl Weidens bei 39 000. Unmittelbar nach dem Krieg kamen 12 000 Flüchtlinge nach Weiden, wovon 8000 bis 9000 hier geblieben seien. Für diese Menschen erträgliche Lebensverhältnisse zu schaffen, dürfte wohl die größte Herausforderung für den Oberbürgermeister gewesen sein. Weil er dies bewältigt habe, wurde Dr. Pfleger im Jahre 1953 die Ehrenbürgerwürde verliehen. Besondere Verdienste habe sich Dr. Pfleger auch durch die Errichtung und Förderung des Studienseminars St. Augustin erworben.

Dass das Leben des Dr. Pfleger jedoch weitgehend durch andere Zeiten als die Nachkriegszeit geprägt wurde, zeigte Petra Vorsatz anhand zahlreicher Originaldokumente. Zum Vorbild dürfte Dr. Pfleger dabei vor allem durch seine Standhaftigkeit gegenüber dem Nazi- und SS-Terror geworden sein. So hat er gegen großen Widerstand als Anwalt auch zahlreiche jüdische Klienten vertreten. Mehrfach wurde er verhaftet und in SA-Schriften verunglimpft. In der Pogromnacht 1938 wurden seine Wohnung und sein Büro zerstört. Später verlor er seine Anwaltszulassung, durfte Weiden nicht mehr betreten und musste sich verstecken. Schon seit 1933 war Dr. Pfleger nicht mehr Reichstagsabgeordneter von Zentrum und Volkspartei.

NS-Regime nie angepasst

Petra Vorsatz zeigte mehrere Dokumente aus dem Leben des Dr.Pfleger, die belegen, dass sich dieser Mann dem Nationalsozialismus nicht angepasst hat. Als ein Beispiel dafür dient sein Satz: "Es ist unwürdig für einen Rechtsanwalt, rassisch verfolgte Klienten nicht zu vertreten." Frau Vorsatz fasste deshalb ihren Vortrag mit dem Satz an ihre Zuhörer zusammen: "Sie haben jetzt Einblick in das Leben eines besonderen Menschen bekommen.

Bericht: (sbü) der neue Tag

Monatsversammlung am 14.04.2015

Ein Tag pro Woche für Bürokratie

Weiden. Viel hat sich in den vergangenen 50 Jahren in der Landwirtschaft verändert. Alois Lukas hat es miterlebt. Die harte Handarbeit von früher erledigen jetzt meist Maschinen. Dafür kämpft der moderne Bauer immer mehr mit der Bürokratie.
Beim Heimatring, der Dachorganisation von 72 Weidener brauchtums- und kulturpflegenden Vereinen, referierte Landwirtschaftsmeister Lukas über die Arbeiten, die im Lauf des Jahres auf modernen Höfen anfallen. Zusammen mit seinem Sohn Alois Lukas junior, der die Höhere Landbauschule absolvierte, bewirtschaftet der Stadtrat den bäuerlichen Betrieb in Tröglersricht mit 80 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche und dazu weiten Waldgebieten.

Sei früher mehr harte Handarbeit angefallen, so erleichterten heutzutage große Maschinen die Arbeit, sagte er. Dafür hätten aber jetzt Buchführung und Dokumentation breiten Raum eingenommen. Einen ganzen Tag pro Woche sei der Landwirt nun damit beschäftigt, so Lukas. Unterlegt mit farbenprächtigen Bildern zeigte Lukas die anfallenden Arbeiten, die Entwicklung der Natur im Jahreslauf und die verschiedenen angebauten Feldfrüchte. Aufnahmen von Winter- und Sommergerste, Mais, Raps, Roggen, Hafer, Süßlupinen, Rotklee und anderen Futterpflanzen in ihren verschiedenen Stadien waren für die gut 80 Anwesenden sehr interessant. "Nicht gegen, sondern mit der Natur" sei sein Credo, sagte Lukas. Norbert Uschald, der Vorsitzenden Günther Magerl vertrat, dankte dem Referenten mit einer Flasche "Heimatring-Rotwein".

Zahlreiche Termine stünden in nächster Zeit an, sagte Uschald. Am Dienstag, 21. April, um 20 Uhr gebe es im Zuge der Weidener Literaturtage eine Lesung in der "Almhütte". Den alljährlich sehr beliebten Heimatring-Festabend werde der Gstanzlsänger und Humorist "Bäff" (Josef Piendl) gestalten. Rechtzeitiges Erscheinen sei angeraten, da die Erfahrung zeige, dass der Platz knapp wird. Am 1. Mai ist es dann wieder so weit: Der Heimatring stellt am Unteren Markt einen Maibaum auf. Um 14 Uhr startet der Festzug, nach der Aufstellung gibt es ein attraktives Festprogramm, gestaltet von den Vereinen des Heimatrings. Nach Landshut führt heuer der Tagesausflug der Gemeinschaft. Zwei Busse werden am 2. August dafür eingesetzt.

Russisches Benefizkonzert

Die Leiterin des Amts für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus, Diplom-Archivarin Petra Vorsatz, lud zu einem Vortrag von Albrecht Balk über den "Gau Bayerische Ostmark" ein. Am 6. Mai beginnt er um 19 Uhr in der "Almhüttn" statt. "Kalinka" und "Malinka" geben am 3. Mai im evangelischen Vereinshaus um 16 Uhr ein Benefizkonzert, kündigte Stadträtin Gabi Laurich an. Russische Gebäckspezialitäten und eine Tombola gebe es auch.

Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler wies auf einen "Mai-Volkstanzabend" am 2. Mai um 20 Uhr in der Gaststätte "Anpfiff" hin. "Altbairischen"-Vorstand Wilhelm Binner lud Interessierte zum Besuch des Trachtenkulturzentrums in Holzhausen ein. Am 3. Mai ist dort "Tag der offenen Tür". Anmelden zur Mitfahrt kann man sich bei Binner, Telefon 0961/31717.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 10.03.2015

So erkennen Senioren Gefahren rechtzeitig

Kommissar informiert über Projekt "senSiwen" - "Prager Nacht" und weitere Termine beim Heimatring

Weiden. In der Monatsversammlung des Heimatrings stellte Polizeioberkommissar Wilhelm Fritz das Präventionsprojekt "senSiwen" vor. Der seit neun Jahren als Kontaktbeamter tätige Polizist berichtete, dass dieses in einer deutschlandweit einzigartigen Kooperation zwischen Bayerischer Polizei, Bundespolizei, Kripo, Bayerischem Roten Kreuz, der Integrierten Leitstelle und der Weidener Feuerwehr aufgestellt worden sei. Die Federführung der "Verhaltensprävention für ältere Bürger" liege in Händen des Maria-Seltmann-Hauses.

Sieben Seminarnachmittage beschäftigen sich mit "Zivilcourage in Theorie und Praxis", "Brandschutz", "Erster Hilfe für Senioren", "Sicherheit in Haus und Wohnung", dem "Absetzen eines Notrufs" und dem Thema "Ältere Menschen im Verkehr". Die Module könnten auch einzeln von Gruppen oder Vereinen gebucht werden. Stressfrei und kostenlos würden die Teilnehmer darin geschult, Gefahren zu erkennen, Ruhe zu bewahren, selbstsicher aufzutreten sowie Rettungs- und Hilfeeinrichtungen im öffentlichen Bereich zu nutzen.

Magerl wies die Delegierten der 72 kultur- und brauchtumspflegenden Vereine darauf hin, dass am Samstag, 28. März, um 14 Uhr zum zweiten Mal ein Osterbrunnen in der Altstadt gesegnet und anschließend an die Bürger übergeben wird. Für die Maibaumaufstellung am 1. Mai liefen bereits die Planungen. Nach einem Festzug vom Josef-Witt-Platz zum Unteren Markt wird vor dem "Alten Eichamt" ein mit heimatlichen Motiven geschmückter Maibaum aufgerichtet.

Stadträtin Gabi Laurich wies auf ein Benefizkonzert des Vereins "Neue Zeiten" hin. Am 3. Mai um 16 Uhr treten die Folklore- und Gesangsgruppen "Kalinka" und "Malinka" im "Haus der evangelischen Gemeinde" auf. Dr. Hannes Lachmann berichtet am 23. März um 19.30 Uhr im Kultursaal Hans Bauer über die neue Repräsentanz des Freistaats Bayern in Prag. Am 27. März kann man an außergewöhnlichen Orten in Weiden bei der "Prager Nacht" Texte der tschechischen Literatur kennenlernen. Und schließlich, so Vorsatz, gebe es Ballhaus-Atmosphäre und liebliche Musik bei einem Konzert des Westböhmischen Symphonieorchesters Marienbad am 28. März um 19 Uhr in der Max-Reger-Halle. Auch die Vertreter weitere Vereine wiesen noch auf Veranstaltungen ihrer Organisationen in den nächsten Wochen und Monaten hin.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Lustige Mitgliederversammlung am 10.02.2015

Heimatring hat Humor
Showtanz, Büttenreden, Karl Valentins Apotheken-Sketsch und Witze am laufenden Band. Daneben gab es in dieser Sitzung der etwas anderen Art des Heimatrings eine wahre Ordensschwemme.
Weiden. In der lustigen Mitgliederversammlung des Heimatrings in der Almhütte reihte sich dieses Mal eine Wortmeldung an die andere. Vorsitzender Günther Magerl hörte es gern, denn Kritik oder andere unangenehme Anmerkungen von Vereinsdelegierten waren es dieses Mal nicht. Nach dem Motto "Humor ist Trumpf" gaben die Mitglieder ausschließlich Witziges zum Besten. Körperlicher Einsatz war nicht nur von den Mädels der Narrhalla-Jugendgarde gefordert, beim Tanz oder der Polonaise durch den Saal durften auch die Mitglieder des Heimatrings die Beine schwingen.

Garde- und Showtanz
Natürlich waren viele Ehrengäste aus der Politik gekommen. Gleich nach den Begrüßungsworten führte die Jugendgarde der Narrhalla ihren Tanz auf der leider viel zu kleinen Tanzfläche auf. Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Stadträtinnen Gabi Laurich und Sabine Zeidler hatten Karl Valentins Sketsch "In der Apotheke" einstudiert: Da betritt ein Mann eine Apotheke, um Medizin zu kaufen. Doch leider hat er vergessen, welches Mittel er überhaupt benötigt. Weiter ging es mit dem Showtanz der Jugendgarde. Rita Dineiger ließ das Vereinsleben im Heimatring Revue passieren und machte die unterschiedlichsten Vorschläge, um die Schulden der Stadt zu senken. Natürlich waren auch die nicht ganz ernst gemeint. So sollten sich alle Rathausbediensteten mit einer Sammelbüchse aufmachen oder - noch besser - einen Rathaus-Chor gründen, um Gage zu kassieren. "Bleibt zu hoffen, dass sie dann auch einstimmig singen."

Viel zu lachen gab es auch als Bertram Schlosser als "Ehemann" eine Büttenrede auftischte, in der er den Ehe-Alltag mit viel Humor durchleuchtete. So manch einem erschien dies mitten aus dem Leben gegriffen. Nach dem Gardemarsch der Prinzengarde überreichten Prinzessin Yasmina I. und Prinz Emilio I. gemeinsam mit Narrhalla-Präsident Gerhard Ertl eine wahre Flut an Orden. Die Empfänger waren Ramona Gleißner, Inge Walter, Helmut Schwägerl, Erna Ermer, Maria Hofmann, Elfi Magerl, Anita Uschald, Fanny Ertl, Günther Magerl, Alois Lukas, Josef Lang, Hans Forster, Sabine Zeidler, Bertram Schlosser, Hans-Jürgen Meier und Reinhard Kreuzer.

Der Showtanz der Prinzengarde krönte die Abendveranstaltung. Mit Spannung erwartet wurde außerdem die Maskenprämierung. Als Jury fungierten das Prinzenpaar, Präsident Gerhard Ertl, Stadträtin Sabine Zeidler und Stadtrat Alois Lukas. Sie wählten den "Geldsack" - ein herrliches, selbstgefertigtes Kostüm von Inge Walter - auf den ersten Platz. Zweiter wurde der Zauberlehrling Bertram Schlosser vor dem Gärtnerpaar Fanny und Peter Ertl, den beiden Kühen, dem Ehepaar Meier und dem Clown Josef Lang.

Leckere Gewinne

Die Sieger konnten sich aus den vielen leckeren Gewinnen bedienen. Die von Gabi Laurich einstudierte "Vereinsrede" von Liesl Karlstadt musste angesichts der fortgeschrittenen Zeit entfallen.

Bericht: kzr

Mitgliederversammlung am 13.01.2015

Klänge und Termine
Heimatring: Neujahrsansingen - Kalender vorgestellt

In großer Besetzung - 20 Frauen- und 4 Männerstimmen - pflegte "CHORisma" unter der Leitung von Larissa Burghardt die Oberpfälzer Tradition des Neujahrsansingens. Für "Grüaß euch Gott", "Hab Sonne im Herzen", "Heut nimm i mir a Stünderl Zeit", "Rose" und "Liebe, liebe, lache" erntete der Chor langanhaltenden Applaus der fast hundert in der "Almhüttn" anwesenden Vereins-Delegierten und -Vorsitzenden beim Heimatring. Nachdem Edith Schimandl ein lustiges Gedicht mit dem Titel "Fahrplanänderung" zum Besten gegeben hatte, dankte Vorsitzender Günther Magerl der Vorsitzenden des Chors, Monika Bartl, mit einer finanziellen Zuwendung.

Sodann stellte Magerl den neuen Kalender mit allen Veranstaltungen der Heimatring-Vereine im ersten Halbjahr 2015 vor. Erstellt hat ihn Beisitzer Peter Ertl, der es geschafft hat, dass durch die Werbeeinnahmen die Druckkosten mehr als gedeckt wurden. Als wichtigste anstehende Termine hob Magerl die "Lustige Mitgliederversammlung" am 10. Februar um 19 Uhr hervor. Auch einen Osterbrunnen wird es heuer wieder geben. Dieser wird am 28. März am Oberen Markt aufgestellt. Der Festabend als Teil der 31. Weidener Literaturtage wird am 21. April sein, das Maibaumaufstellen wie immer am 1. Mai um 14 Uhr. Zudem wies Magerl auf zahlreiche Vorträge und andere Veranstaltungen hin.

Joachim Strehl vom Verein "Weidener Städtepartnerschaften" wies darauf hin, dass die Konzert-Fahrt nach Marienbad nicht wie geplant am 27. Februar, sondern bereits am 30. Januar stattfindet. Um 17.45 Uhr ist Abfahrt am Neuen Rathaus. Mitfahren kann jeder (Fahrpreis inklusive Eintritt: 20 Euro). Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler warb für seine Volkstanzabende jeden dritten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr in der Gaststätte "Anpfiff". Narrhalla-Präsident Gerhard Ertl lud zum großen Kinderfasching am 25. Januar um 14 Uhr in die Mehrzweckhalle und Stadtarchivarin Petra Vorsatz zu einem Vortrag von Wolf-Dieter Hamperl über "Maurus Fuchs". Dieser ist am 5. Februar in der "Almhütte".

Bericht/Bild: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 14.10.2014

Vor der Monatsversammlung gibt es Nachhilfe in Sachen FOS/BOS für die Mitglieder des Heimatrings

Es war die erste Gruppe, die nach der offiziellen Einweihung die neue FOS/ BOS besichtigte: der Heimatring. Gut 100 Delegierte und Vereinsvorsitzende folgten der Einladung. Bürgermeister Jens Meyer berichtete, dass die alten Räumlichkeiten nicht mehr tragbar waren. Die Raumnot am neuen Standort ist beendet. Als besonders gelungen bezeichnete Meyer die "Verzahnung in frühem Stadium" der beruflichen Oberschule mit der in direkter Nähe befindlichen OTH. Dipl.-Ing. Thomas Biersack vom Hochbauamt erklärte, dass das Gebäude für 975 Schüler ausgelegt ist. Derzeit sind allerdings schon über 1000 darin untergebracht. Die Schule verfügt nun über ausreichend Parkplätze sowie einen 2500 Quadratmeter großen Schulhof. Zum Vergleich: In der alten FOS/BOS war er knapp 100 Quadratmeter groß gewesen. Geführt von Biersack, Michaela Haubner und Christian Dieckmann besichtigten die Besucher das Gebäude und die Außenanlagen. Bei der anschließenden Monatsversammlung in der "Almhütte" wies Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl auf die Jahreshauptversammlung am 11. November und auf die Gedenkstunde am Volkstrauertag in der Konrad-Adenauer-Anlage hin. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud zum Volksmusikpreis der Stadt am 21. November um 19.30 Uhr in der Max-Reger-Halle ein. Dr. Eckhardt Züge vom Jazz-Zirkel kündigte "lateinamerikanischen Jazz in höchster Qualität" an. Am 31. Oktober ist das Bayerische-Landesjugend-Jazz-Orchester in der Max-Reger-Halle zu hören. Peter Ertl (Nordoberpfälzer Musikfreunde) lud zum Musikantentreffen mit Wirtskirwa am 25. Oktober in die Waldgaststätte "Strehl" ein. An der "Langen Kunstnacht" am 7. November werden sich viele Heimatring-Vereine beteiligen wie das Eisenbahnmuseum mit einer Sonderschau und die "Freien Fotografen" mit einer Ausstellung.

Bericht/Bild: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"


Monatsversammlung am 09.09.2014

Bitte um vollzähliges Erscheinen
Appell von Günter Magerl zum "Tag der Heimat" - Petra Vorsatz informiert über Fenster im Alten Rathaus

Weiden. Eine "inständige Bitte" an alle Heimatring-Delegierten äußerte Vorsitzender Günther Magerl in der Monatsversammlung: Zum "Tag der Heimat" möge man vollzählig erscheinen. 2013 seien beschämend wenige zu der Veranstaltung gekommen, bei der der "alten Heimat" gedacht, aber auch Tradition der jetzigen gepflegt werde.

Der "Tag der Heimat" beginnt am Samstag, 27. September, um 19.30 Uhr in der Max-Reger-Halle. Unter der Schirmherrschaft von OB Kurt Seggewiß erwarte die Besucher ein aufwendiges Programm, gestaltet von den Landsmannschaften und anderen Vereinen.

Gut angenommen worden sei der Heimatring-Ausflug nach Augsburg, freute sich Magerl. Als neuer Veranstaltungsort für das Gartenfest der Organisation habe sich der Garten der Familie Hofmann bewährt. Eine Vorverlegung des Beginns im nächsten Jahr auf 18 Uhr billigte eine überwältigende Mehrheit der Anwesenden. Die Leiterin des Amts für Stadtgeschichte und Tourismus, Diplom-Archivarin Petra Vorsatz, referierte anschließend über die Fenster im Alten Rathaus.

Im Jahr 1917 habe Johann Georg Kölnsperger, neben der Ausschmückung vieler anderer Bauten, auch die kunstvollen Fenster im Alten Rathaus zu Weiden geschaffen. Ehrwürdige Ratsherren, wohlhabende Familien und Geschäftsleute hätten diese im vorletzten Jahr des Ersten Weltkriegs gestiftet. Entweder habe man sich oder seine Familie durch Abbildung des Wappens verewigen wollen. Oder man habe - wie Johann Georg Wolf - an seinen gefallenen Sohn erinnert.

Landesschutz und -nutz

Große Wohltäter der Stadt wie Brauerei-Erbin Irene Landgraf, Konditor und Kirchenpfleger Fritz Stark, der langjährige Stadtpfarrer Max Josef Söllner und viele weitere hätten Sehenswürdigkeiten der aufgeblühten Stadt abbilden lassen, berichtete Vorsatz. Zahlreiche Motive handelten von den Weltkriegs-Geschehnissen, etwa die vom "Gemeinde-Kollegium" gestifteten Fenster "Landesschutz" und "Landesnutz" (Soldat und Bauer). Auch grimmige Schlachtenszenen fänden sich hier. Das größte, von Privat gestiftete Fenster zeige das Bild "Die Landwehr zieht aus". Für ihren Vortrag, mit Bildern von Fotografin Karin Wilck untermalte, erhielt Petra Vorsatz begeisterten Applaus von den fast hundert anwesenden Delegierten und Vereinsvorsitzenden.

Christa Binner vom Verein "D' Altbairischen" lud zur Trachtenwallfahrt des Gebiets Nord für Sonntag, 14. September, ein. Um 9.15 Uhr trifft man sich in Neualbenreuth zum gemeinsamen Festzug zur Kleinen Kappl in Ottengrün, wo um 10.15 Uhr ein Gottesdienst gefeiert wird. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler wies auf den nächsten Volkstanzabend in der Sportgaststätte "Anpfiff" hin. Beginn ist am Dienstag, 16. September, um 19.30 Uhr.

Bericht/Bild: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Gartenfest am 08.07.2014

Zurück zu den Wurzeln

Erstmals seit 1991: Heimatring-Gartenfest bei Familie Hofmann - Kniffliges "Maibaum-Quiz"

Weiden. Alles auf Anfang: Zum ersten Mal seit 1991 feierte der Heimatring sein Gartenfest wieder bei Familie Hofmann. Auch zahlreiche Parteivertreter und Delegierte aus 72 Vereinen besuchten das 6000 Quadratmeter große Grundstück neben der "Almhütte", das gleichzeitig der Platz ist, an dem das Fest einst Premiere feierte.

Manfred Hofmann hatte vor 23 Jahren die Idee, ein Gartenfest für alle Kultur- und Brauchtumsvereine abzuhalten. Nach dem Auftakt stieg es in der Clausnitzerschule. Wegen der Nachmittagsbetreuung ist es aber inzwischen schwierig, das Fest an Schulen auszurichten. Also: zurück zu den Ursprüngen. "So schließt sich der Kreis", stellte Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl fest.

Die "Höhe 308" hatte zwei Großzelte aufgebaut, so dass auch der Regen den Besuchern nichts anhaben konnte. Die Stadt- und Jugendblaskapelle eröffnete mit schmissigen Weisen den Abend. Deren Vorsitzender, Gerhard Scharnagl, warb für das Jubiläum der Kapelle, das am Sonntag ab 13 Uhr mit einem Kreismusikfest in der Altstadt gefeiert wird. Um 14 Uhr marschieren die beteiligten fünf Kapellen, circa 120 Musiker, gemeinsam mit zahlreichen Weidener Vereinen zum Vereinsheim des FC Weiden-Ost. Nur 19 "Richtige" gab es beim heurigen "Maibaum-Quiz". Besonders Antworten auf die Fragen, die sich um den Osterbrunnen drehten, fielen den 84 Teilnehmern schwer. Seit wann der Heimatring ein Gartenfest veranstaltet, wussten die Meisten dagegen - dank der Einleitung.

Erinnerungen aufschreiben

Magerl erinnerte zudem an den Tagesausflug am 3. August, der diesmal in die "Fuggerstadt" Augsburg führt. Der "Tag der Heimat" am 27. September in der Max-Reger-Halle wird unter dem Motto "Zukunft braucht Erinnerung" stehen. Magerl stellte auch den von Peter Ertl in neuem Gewand gestalteten Halbjahreskalender des Heimatrings vor. Er enthält sämtliche anstehenden Sommerserenaden, Vereinstermine und Feste bis Weihnachten.

Wolfgang Herzer präsentierte das Projekt "Gedächtnisraum" des Kunstvereins: Weidener aller Generationen sollen ihre Erinnerungen an die Klosterkirche St. Augustin niederschreiben. Diese werden dann aufbereitet und vom 29. August bis 26. Oktober im Kirchengestühl präsentiert.

Wertvolle Preise aus den Händen von Heimatring-Vorsitzendem Günther Magerl (rechts) und Glücksfee Stadträtin Gabi Laurich (links) gab es beim Gartenfest auch zu gewinnen. Diese heimsten ein: Karin Wagner (Zweite von rechts), Barbara Strehl, Joachim Strehl (Dritter von links) und Max Wagner (siehe Bild).


Bericht/Bild: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 10.06.2014

Bild: Bernhard Czichon

Vorbild Franziskus
Heimatring: Silke Winkler referiert über den Heiligen

Pfingstferien - Urlaubszeit: Auch der Chef des Heimatrings, Günther Magerl, konnte wegen einer Reise nicht zur Juni-Versammlung kommen. So übernahm Stellvertreter Norbert Uschald die Leitung des Treffens. Und auch der widmete sich sogleich: dem Reisen.

Der Heimatring-Ausflug führt heuer nach Augsburg. Anmeldungen sind noch möglich. Beim Gartenfest werden dann die Fahrkarten ausgegeben. Dieses steigt übrigens zum ersten Mal nicht im Hof der Clausnitzerschule, sondern im Garten der Familie Hofmann neben der "Almhütte". Termin: Dienstag, 8. Juli, 19 Uhr.

Ordensbrüder verteidigt

Über "Franz von Assisi aus der Sicht eines Oberpfälzers" referierte anschließend Silke Winkler. Die Vorsitzende des Kunstvereins, den Vereinsvertretern als kompetente Führerin und Historikerin wohlbekannt, berichtete über Lamprecht von Regensburg, der im Jahr 1238 - zwölf Jahre nach dem Tod des Heiligen - die erste deutsche Franziskus-Legende verfasste. Lamprecht übertrug die hoch komplizierte "Vita prima" von Thomas von Celano in verständliche mittelhochdeutsche Verse.

Lamprecht verteidigte damals auch die Ordensbrüder von Regensburg gegen Angriffe, dass sie vom rechten Weg abgekommen seien. Vielmehr zeigte er auf, dass jeder, der sich Franziskus zum Vorbild nimmt, seine geistliche Erfüllung finden werde.

Heimatring-Ehrenmitglied und Vorsitzender der "7er"-Kameradschaft, Manfred Hofmann, lud zur Feier des Jubiläums "100 Jahre Traditionsfahne" ein. Am Sonntag, 15. Juni, um 8.15 Uhr werde ein Festgottesdienst in der Josefskirche gefeiert. Anschließend folge eine Kranzniederlegung, nicht, wie irrtümlich von "Neuen Tag" gemeldet, am Kriegerdenkmal in der Konrad-Adenauer-Anlage, sondern am "Heldenaltar" in der Kirche. Danach gehe es zum gemütlichen Teil in der "Almhütte".

Das gemeinsame Gartenfest zusammen mit dem Trachtenverein "Almrausch" dauere bis in die Abendstunden. Günther Hirmer vom Obst- und Gartenbauverein wies auf den "Tag der offenen Gartentür" hin, der am Sonntag, 13. Juli, im Schau- und Lehrgarten in der Merkelmooslohe anstehe. Bereits am Dienstag, 17. Juni, um 18.30 Uhr könne man dort eine "Führung durch die Kräuterwiese" mit Waltraud Witteler miterleben.

Stadtwallfahrt am 15. Juli

Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud zur Stadtwallfahrt ein. Diese ist am Sonntag, 15. Juni. Start ist um 7.30 Uhr an der "Heiligen Staude". Außerdem wies Stadler darauf hin, dass der allmonatliche Volkstanz-Übungsabend diesmal (17. Juni, 19.30 Uhr) in der SV-Gaststätte "Anpfiff" stattfindet. Dr. Sebastian Schott gab bekannt, dass am 26. Juni um 19 Uhr in der "Almhüttn" Bernhard Weigl referieren wird. Thema: "Burg Parkstein, Rekonstruktion einer Oberpfälzer Festung". Am 10. August um 13 Uhr fährt man gemeinsam zur Landesausstellung "Ludwig der Bayer - wir sind Kaiser" in Regensburg (Anmeldungen unter 0961/81 41 02).

Das Johannisfeuer der "Höhe 308" ist am 21. Juni auf dem Festplatz hinter der Johanneskirche, so Max Schmöller. Am 24. Juni entzündet der OWV auf der "Dekan-Pfeiffer-Ruhe" ("steinerner Tisch") sein Johannisfeuer, sagte Vorsitzender Alois Lukas.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 13.05.2014

"Wetter-Dusel ohnegleichen"
Heimatring freut sich über gelungenes Maibaumfest und plant die nächsten Termine

Erstmals begrüßte Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl die Delegierte der "Höhe 309", Margareta Czichon, zu einer Monatsversammlung.

Mit der Aufnahme der Gemeinschaft ist die Dachorganisation auf 72 Mitgliedsvereine angewachsen. In der vorhergehenden Versammlung hatten die Delegierten den Frauen-Geselligkeitsverein mit großer Mehrheit aufgenommen.

Magerl blickte auf die drei letzten Veranstaltungen des Heimatrings zurück. Die Maibaumaufstellung sei dank "Wetter-Dusel ohnegleichen" sehr erfolgreich gewesen. Guten Besuch und gute Umsätze habe man allen Beteiligten zu verdanken.

Besonders lobte Magerl die "Wachmannschaft" der "Soldatenkameradschaft 1883 Rothenstadt" und der "Deutschen aus Russland", die einen Maibaum-Klau verhindert hatten.

Der Literaturtage-Festabend mit Autor Josef Fendl sei begeistert angenommen worden. Der Osterbrunnen sei wieder abgebaut, berichtete der Vorsitzende weiter. Die durchwegs positive Resonanz aus der Bevölkerung lasse ihn über Beschädigungen und den Diebstahl von insgesamt 60 bemalten Eiern hinwegsehen. Als Nächstes stehe das Heimatring-Gartenfest am 8. Juli um 19 Uhr an. Dieses finde heuer erstmals nicht im Hof der Clausnitzerschule statt. Die Familie Hofmann habe ihren Garten zur Verfügung gestellt, und die "Höhe 308" werde bei schlechtem Wetter zwei Zelte aufstellen. Der gemeinsame Tagesausflug führt in die "Fuggerstadt" Augsburg. Anmelden für die Fahrt am 3. August sollte man sich bis zur nächsten Monatsversammlung am 10. Juni.

"Höhe 308" feiert Jubiläum

Max Schmöller lud zum Jubiläum des Stammtisches "Höhe 308" ein. Von 29. bis 31. Mai feiert der Verein sein 50-jähriges Bestehen auf dem Bolzplatz hinter der Johanneskirche. An allen drei Tagen rastet eine Mittelaltergruppe auf dem Platz. Am Freitag, 30. Mai findet die Wahl der fünften "Weidener Bierkönigin" statt. Am Samstag, 31. Mai gibt es dann ein Benefizkonzert mit "Connection2Rock". Die Delegierte der "Höhe 309" wies zudem auf einen Flohmarkt hin, dessen Erlös gemeinnützigen Zwecken zugute kommt. Günther Hirmer vom Obst- und Gartenbauverein lud zur Mitfahrt nach Thalmässing am 24. Mai ein. Abfahrt zum Besuch des aus dem Fernsehen bekannten "Bärbels Garten" ist um 13 Uhr vom alten Volksfestplatz aus. Anmeldungen bei Klaus Fischer, Telefon 0961/34639.

Modelleisenbahnclubs-Vorsitzender Horst Scheiner gab bekannt, dass das Eisenbahnmuseum am Sonntag, 18. Mai, von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud alle Volkstanzbegeisterten für Dienstag, 20. Mai, um 19.30 Uhr ins Haus der Gemeinde ein. Die Nordoberpfälzer Musikfreunde feiern ihr 25-jähriges Bestehen am 7. Juni im Meindl-Stodl in Au bei Pirk.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 08.04.2014

Auf Osterbrunnen folgt Maibaum

Heimatring hat wieder viel vor - "Stammtisch Höhe 309" als 72. Mitglied aufgenommen

Weiden. Mit der Nachricht vom überraschenden Ableben des langjährigen Heimatring-Vorstandsmitglieds und -Ehrenmitglieds Max Strecker schockierte Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl die Delegierten zu Beginn der Monatsversammlung. Der allseits beliebte langjährige Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft war am Dienstagvormittag verstorben. Die Versammlung gedachte seiner mit einer Schweigeminute.

Erfreulich waren dagegen die weiteren Tagesordnungspunkte. Magerl stellte die Planungen für den Maibaum-Aufbau vor. Am 1. Mai um 14 Uhr werden die Vereine vom Josef-Witt-Platz zum Unteren Markt ziehen, wo - begleitet von einem bunten Programm - der Maibaum aufgestellt wird. Des Weiteren kündigte Magerl bereits für den heutigen Samstag die Präsentation des Osterbrunnens an. Erstmals wird der Brunnen am Oberen Markt mit 2500 Eiern geschmückt und am Samstag um 15.15 Uhr im Beisein von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß den Weidener Bürgern vorgestellt.

Während der Weidener Literaturtage wird am 6. Mai um 20 Uhr Josef Fendl in der "Almhüttn" lesen. Der 84-jährige "literarische Besenbinder" aus Niederbayern, Autor von über 60 Büchern, wird sicherlich - wie schon vor zwei Jahren - die "Almhütte" bis auf den letzten Platz füllen. Die Hackbrettmusi "Mia nix dia nix" unter der Leitung von Cornelia Gurdan wird Fendl begleiten. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud zur traditionellen Palmbuschenweihe am Sonntag um 9.30 Uhr in die Kirche St. Marien (Rothenstadt) ein. Zusammen mit der Kindergruppe des Volkstrachtenerhaltungsvereins "D' Altbairischen" wird heuer dort diese Tradition gepflegt.

In geheimer Abstimmung entschieden die Delegierten der bislang 71 im Heimatring vertretenen Vereine über die Aufnahme eines neuen Mitglieds: Rosi Polland und Margareta Czichon hatten in der letzten Versammlung den "Stammtisch Höhe 309" vorgestellt, der Geselligkeit und gemeinsame Unternehmungen zum Ziel hat, der soziale Zwecke unterstützt und bei dem nur Frauen Mitglied werden können. Mit 55 Ja-Stimmen wurde der Verein als 72. Mitglied aufgenommen.

Vorsitzende Rosi Polland sagte daraufhin sofort zu, beim Maibaumfest als Bedienung mitzuwirken. Magerl hatte händeringend noch eine solche gesucht.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 11.03.2014

Neu: Osterbrunnen am Oberen Markt

Heimatring will Kunstwerk aus 2800 Eiern am 12. April präsentieren - Dr. Hausel stellt Notfallmappe vor

Weiden. Im Landkreis gibt es Osterbrunnen in beinahe jedem Ort. In Weiden bisher nicht. Das soll sich ändern. Der Heimatring kündigt den ersten Weidener Osterbrunnen am Oberen Markt an. Wie Vorsitzender Günther Magerl in der Monatsversammlung informierte, will man das Kunstwerk aus 2800 Eiern, bemalt von vielen fleißigen Helfern, am 12. April präsentieren. Auch die Planungen für das Maibaumfest sind schon im Gange. Der Baum lagere bereits im Bauhof und müsse noch geschält und bemalt werden. Dazu suche er Helfer.

Um "faire Behandlung des Patienten" gehe es in erster Linie, wenn das Klinische Ethik-Komitee zum Einsatz komme, informierte Dr. Manfred Hausel. Der langjährige Ärztliche Direktor am Klinikum berichtete über die Tätigkeit des Komitees und stellte die Notfallmappe der Stadt vor. "Der Wille des Patienten ist unbedingt zu achten", stellte Dr. Hausel fest. Besonders weil heute medizinisch oft mehr möglich sei, als gewünscht werde, sei jedem empfohlen, eine Patientenverfügung zu verfassen. Diese sei bindend. Ihre Missachtung sei Körperverletzung. Ebenso wichtig sei die Vorsorgevollmacht. Hier werde festgelegt, wer entscheiden soll, wenn man es selbst nicht mehr kann.

Beide Formulare sind in der "Notfallmappe" enthalten, die bei der Stadt erhältlich ist. Dr. Hausel empfahl, sich intensiv mit der Mappe zu befassen. Darin könne man persönliche Informationen eintragen, die im Notfall wichtig werden könnten. In der Patientenverfügung könne man genau definieren, was medizinisch zu unterlassen oder zu tun ist. Auch zur Organspende und sogar zu Wünschen für die eigene Beerdigung könne man Erklärungen abgeben. Hausel plädierte für ein "humanes Sterben" und auch "Sterben zuzulassen".

Außerdem stellten Rosi Polland und Margareta Czichon den Verein "Stammtisch Höhe 309" vor, der als 72. Mitglied in den Heimatring aufgenommen werden will. Es handelt sich dabei um Gegenstück zum Männerverein "Höhe 308", gegründet am 12. 12. 2012 von zwölf Frauen und inzwischen auf 37 Damen angewachsen. In der nächsten Mitgliederversammlung werden die Delegierten über die Aufnahme entscheiden.

Issy-Fahrt: noch Plätze

Joachim Strehl warb für eine Fahrt in die Weidener Partnerstadt Issy-les-Moulineaux, die vom 13. bis 17. Juni stattfindet. Neben der Feier zum 60-jährigen Bestehen der Partnerschaft stehe eine Besuch in Verdun und die Besichtigung Pariser Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Wenige Plätze seien noch frei, sagte Strehl. Anmeldung im Kulturamt (Telefon 0961-81 4105).

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Lustige Mitgliederversammlung am 11.02.2014

Heimatring: Lustige Mitgliederversammlung statt Monatstreffen - Narrhalla-Garde erntert viel Applaus

Weiden. In ihrer Büttenrede bemerkte die stellvertretende Heimatring-Kassenwartin Rita Dineiger, dass die zahlreiche Politikprominenz bei allen Veranstaltungen derzeit wohl der anstehenden Stadtratswahl zu verdanken sei. Auch bei der "närrischen Mitgliederversammlung" des Heimatrings ließen sich Stadträte und Kandidaten zuhauf sehen. Das Theater um verfrühte Wahl-Plakatierung und andere Wahlkampfentgleisungen bezeichnete die Büttenrednerin als "Kindergarten".

Auch sonst gab es viel zu lachen in der "Almhüttn". Bertram Schlosser philosophierte über den bedauerlichen Verlust der männlichen Herrschaft. Edith Schimandl konterte aus dem Stegreif mit einem lustigen Gedicht über die weibliche Überlegenheit. Heimatring-Vize Norbert Uschald führte gekonnt durchs Programm, da Vorsitzender Günther Magerl "ein Kreuz mit seinem Kreuz" hatte und nicht kommen konnte. Stadträtin Gabi Laurich stellte mit Anastasia Poscharsky-Ziegler und Sabine Zeidler "lebende Bilder" nach.

Die Besucher waren fast durchweg fantasievoll verkleidet gekommen. SPD-Ortschef Horst Fuchs im 1860er-Outfit, sein CSU-Pendant Hans Forster als Wüstenscheich, Stadtrat Alois Lukas passenderweise als Landwirt. Bei der Maskenprämierung gewann "Rotkäppchen" Peter Ertl vor den "Clowns" Ramona Gließner und Rita Dineiger. "Vampir" Michael Bihler kam auf den vierten Platz, und ein "gestiefelter Kater" Franziska Ertl auf den fünften. Keyborder "Siggi" spielte zum Tanz auf.

Die Narrhalla begeisterte mit ihrer aufwendigen Jubiläums-Show und feurig-frechen Gardetänzen. Die gut 100 Besucher spendeten frenetisch Applaus, als die Präsidenten Gerhard Ertl und Xaver Schreiber die Gardemädchen, die Tänzer sowie die Hauptverantwortlichen Jennifer Woppmann, Monique Linke und Marco Jahn vorstellten. Orden regnete es für die gesamte Politikprominenz und die Heimatring-Oberen.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 14.01.2014

Etliche Vereine feiern "Runden"

Das Jahr der Jubiläen: Heimatring freut sich auf 2014 - Narrhalla mit Gardetreffen und Bällen

Weiden. Mit traditionellen Weisen spielte der "Oberpfälzer Saitenklang" unter Leitung von Josef Sterr bei der Januar-Versammlung des Heimatrings das neue Jahr an. "Eitz is halt Winter worn" passte zufälligerweise zu den am Dienstagabend fallenden Schneeflocken. Beisitzerin Edith Schimandl las vor den Delegierten und Vorsitzenden der 71 in der Dachorganisation vertretenen Vereine ein "Jahresanfangs-Gedicht".

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl stellte den Vereinsveranstaltungskalender vor, den Peter Ertl zusammengestellt hat. Besonders machte er auf zahlreiche Jubiläen aufmerksam, die anstehen. So feiert die Narrhalla heuer ihr 80-jähriges Bestehen. Der Stammtisch "Höhe 308" wird Ende Mai 50 Jahre alt. Die "7er-Kameradschaft" hat vor 100 Jahren ihre Traditionsfahne weihen lassen. Der Schnupfer-Club Latsch sowie die Stadt- und Jugendblaskapelle wurden vor 50 Jahren gegründet.

Am 11. Februar wird die Heimatring-Versammlung als Faschingsgaudi durchgeführt, kündigte Magerl an. Die Narrhalla wird ihr gesamtes Show-Programm zeigen. Tanzmusik, Maskenprämierung und Sketches stehen auf der Tagesordnung.

Herbert Schmid lud zur Vorbereitung einer "Freiwilligen-Messe" ein. Diese soll auf Initiative von "Arbeit und Leben Bayern" am 5. April in der Max-Reger-Halle stattfinden. Eine "Freiwilligen-Agentur" solle einmal helfen, "Vereine und Einrichtungen mit Freiwilligen zu verbinden sowie auf Vielfalt und Attraktivität des freiwilligen Engagements in der Region aufmerksam machen", so Schmid. Info-Abend am 5. Februar um 19 Uhr in der Max-Reger-Halle.

Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler wies auf einen Info-Abend zum neuen Bundeskinderschutzgesetz hin (26. Februar, 19.30 Uhr im Gasthof "Zur Post" in Bruck). Außerdem lud Stadler zum Volkstanzübungsabend am Dienstag, 19.30 Uhr, im Vereinshaus ein. Narrhalla-Präsident Gerhard Ertl kündigte die Faschingsveranstaltungen an: Nach dem großen Jubiläumsball am Samstag im Vereinshaus ist dort am 30. Januar auch das Oberpfälzer Prinzenpaar-Treffen. Am 2. Februar wird die Mehrzweckhalle beim Kinderfasching voll sein. Dort geht auch das Ostbayerische Prinzengardetreffen am 16. Februar über die Bühne. Weiberfasching feiert die Narrhalla am "unsinnigen Donnerstag" ab 19.30 Uhr im Haus der Gemeinde. Am 1. März spielen die "Rotzlöffel" beim Lumpenball in der Mehrzweckhalle.

Monatsversammlung am 08.10.2013

Heimatring braucht 2500 Eier

"Ausgeblasen und angemalt" für vier Meter hohen Osterbrunnen am Marktplatz - Vereine in Kritik

Weiden. Der Heimatring braucht Eier. Genau gesagt: 2500 Stück. Ausgeblasen und angemalt. Wie Vorsitzender Günther Magerl am Dienstag bei der Monatsversammlung verkündete, will der Dachverband am Oberen Markt erstmals einen Eierbrunnen errichten und damit in der Max-Reger-Stadt einen fränkischen Brauch einführen. "Künstliche Eier werden abgelehnt", betont Magerl.
Abgegeben werden können Hühnereier, Wachteleier, sogar Straußeneier. Für die Bemalung sei kein großes künstlerisches Geschick erforderlich, sagte Magerl. Natürlich laufe der Brunnen Gefahr, durch nächtlichen Vandalismus zerstört zu werden. Damit müsse man leben. Der Brunnen werde über eine Spende durch die Spardabank finanziert. Magerl rechnet für den vier Meter hohen Metallgerüst-Aufbau samt Kunststoff-Girlanden mit einem Betrag von 800 Euro. Unterstützung finde die Aktion bereits durch die Stötznerschule und das St.-Elisabethheim in Windischeschenbach. Der Brunnen werde eine Woche vor Ostern aufgestellt.

Walter Völkl von der BSW-Fotogruppe zeigte Dia-Impressionen aus der Oberpfalz. Er erhielt, wie Silke Winkler vom Weidener Kunstverein, eine Flasche See-Weidener Wein. Sie hatte die Mitglieder des Heimatrings beim Jahresausflug fachkundig durch die, für die Öffentlichkeit normalerweise gesperrte, Dominikanische Kirche in Regensburg geführt.

Leider sei der "Tag der Heimat" schlecht besucht gewesen, bedauerte der Vorsitzende. "Im Grunde ist es eine Veranstaltung der Stadt gewesen, die der Heimatring nur gestaltete." "Da die Stadt die Vereine immer unterstützt, sollte man gerade als Verein diese Veranstaltung auch besuchen." Zwei Termine gebe es pro Jahr, bei denen er die Teilnahme der Vereine voraussetze: Maibaum und "Tag der Heimat". Den Halbjahreskalender habe Peter Ertl zusammengestellt.

Am 22. Oktober finde ein Vorleseabend in der "Almhütte" mit der Buchhandlung Stangl & Taubald statt. Karl-Heinz Knorr aus Hirschau lese Geschichten und Gedichte aus der Oberpfalz. Am 25. Oktober lade die SPD zum Vereinsempfang in die Max-Reger-Halle statt.

Bericht: Helmut Kunz im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 10.09.2013

Franz Rath führte durch die Leitstelle

Heimatring sucht jetzt schon Eier

Erstmals Osterbrunnen geplant - Bei Monatsversammlung eindrucksvolles BRK-Haus besichtigt

Weiden. Für das nächste Jahr plant der Heimatring erstmals einen Osterbrunnen. Dafür sucht Vorsitzender Günther Magerl schon jetzt ausgeblasene und gereinigte Eier sowie Künstler, die sich ans Bemalen wagen. Ansonsten stand bei der letzten Monatsversammlung allerdings das Rotkreuzhaus im Mittelpunkt.
Dort besichtigten die Delegierten der 71 Heimatring-Vereine die beeindruckenden Einrichtungen, mit denen Hilfe aller Ort geleistet werden. BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath, Rettungsdienstleiter Peter Lischker und Herbert Putzer, der Leiter der "Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz" (ILS), zeigten den Besuchern das Haus, den Fahrzeugpark und die medizinische Ausrüstung, sowie die neue, hochtechnisierte ILS. Von hier aus werden 900 Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst, sowie Wasser- und Bergwacht, THW, Krisenintervention und vielen anderen Hilfsdiensten koordiniert, berichtete Putzer. Bei 400 Anrufen spreche man von einem "normalen" Tag.

Notarzt-, Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge sind mit modernstem medizinischen Gerät ausgestattet. 15 000 bis 17 000 Einsätze fielen auf den vier Rettungswachen im Bereich des BRK-Kreisverbands Weiden-Neustadt/WN täglich an, teilte Likscher mit. Rath stellte unter anderem die Sozialen Dienste vor. Im Anschluss gab es eine Brotzeit, die OB Kurt Seggewiß spendierte.

Magerl blickte auch nach vorn. Am 21. September wird unter dem Motto "Die Liebe zur Heimat bestärkt das weltweite Denken", in der Max-Reger-Halle der "Tag der Heimat" gefeiert. Am 22. Oktober stellt der Heimatring, zusammen mit der Buchhandlung Stangl & Taubald, ein "Oberpfälzer Leseböichl" vor. Die musikalische Buchpräsentation erfolgt durch Cornelia Gurdan. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler vom Arbeitskreis Brauchtumspflege lud zum Volkstanzabend am 17. September im kleinen Saal des Vereinshauses ein. Eisenbahnmuseums-Direktor Horst Scheiner wies auf eine Ausstellung "150 Jahre Eisenbahn in Weiden" im City Center hin und auf eine Lokomotivschau auf dem ehemaligen AW-Gelände am 28.September von 10 bis 17 Uhr.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Gartenfest am 09.07.2013

Viel Hirnschmalz beim Heimatring

Quiz zum Gartenfest: 48 von 106 Teilnehmern beantworten alle Fragen richtig - Los entscheidet

Weiden. Der "Tag der Heimat", der am 21. September in der Max-Reger-Halle stattfindet, steht unter dem Motto: "Die Treue zur Heimat bestärkt das weltweite Denken". Wer das Datum und das Motto wusste, hatte schon zwei Punkte beim Quiz, das sich Vorsitzender Günther Magerl auch dieses Jahr zum Heimatring-Gartenfest ausgedacht hatte.

Jakob Beck, Christa Witzl und Josef Kett (von links) waren die glücklichen Hauptgewinner, deren Lose Stadträtin Gabi Laurich gezogen hatte. Heimatringvorsitzender Günther Magerl (hinten) hatte das Quiz ausgetüftelt.

Weitere Punkte sammeln konnten die Teilnehmer, die wussten, wer beim Festabend anlässlich der Literaturtage gelesen hatte (richtig: Professor Helmut Zöpfl), wohin der Gemeinschaftsausflug am 4. August geht (Regensburg, "mit vielen Sachen, die man als normaler Tourist nicht zu sehen bekommt", so Magerl) und dass die Jubiläumsausstellung zum 20-Jährigen des Kunstvereins "Vereint". 48 der 106 Teilnehmer hatten alles richtig, so dass diesmal diejenigen mit einem Fehler bei der Preisverteilung schon nicht mehr zum Zug kamen.

Glücksfee Gabi Laurich ermittelte die Gewinner. Das Los des Hauptgewinners fiel auf Josef Kett von der 7er-Kameradschaft. Er bekam einen großen Geschenkkorb. Christa Witzl von den Rehbühlsiedlern kam auf den zweiten Platz, Jakob Beck von den Bienenzüchtern auf den dritten. Es folgten Joachim Strehl von der Marinekameradschaft, Bernhard Czichon von den Freien Fotografen, Martin Lokl vom Obst- und Gartenbauverein, Horst Scheiner vom Modelleisenbahnclub und Richard Neulinger vom Fischereiverein.

Magerl stellte den Besuchern, darunter zahlreichen Stadträten und Bürgermeister Jens Meyer als OB- Vertreter, den von Peter Ertl gestalteten Veranstaltungskalender für das zweite Halbjahr 2013 vor. Als Höhepunkte sind darin das bereits an diesem Wochenende (13./14. Juli) im Wanderheim Trauschendorf stattfindende 100. Jubiläum der "Naturfreunde", das Jubiläum "115 Jahre Obst- und Gartenbauverein" am 21. Juli, das Fischerfest beim Stadtbad am 27. und 28. Juli und am 28. August die Feier "25 Jahre Strobelhütte" mit Gottesdienst und Festbetrieb, aufgeführt.

Heimatring-Chef Magerl dankte allen Helfern, die zum Gelingen des Gartenfests beigetragen hatten, und besonders dem Duo Eckert/Gleißner, das stimmige Akkordeonklängen beisteuerte. Für Verpflegung hatten die Mitglieder der Vorstandschaft gesorgt.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 12.06.2013

Universalgenie des 17. Jahrhunderts

Petra Vorsatz berichtet beim Heimatring über Erhard Weigel - Vereinstermine bekanntgegeben

Weiden. Eine der Lieblingsfiguren von Stadtarchivarin Petra Vorsatz in der Geschichte Weidens ist Erhard Weigel. Obwohl mit der Weigelstraße eine bekannte Verkehrsverbindung nach ihm benannt ist, kennen die wenigsten Bürger diesen hochinteressanten und verdienten Sohn Weidens. In der Monatsversammlung des Heimatrings beleuchtete Vorsatz das Leben und Wirken des großen Universalgenies.
Am 16. Dezember 1625 wurde Erhard Weigel als Sohn des Tuchmachers Michael Weigel in Weiden geboren. Drei Jahre darauf musste die Familie wegen ihrer Konfession nach Wunsiedel umziehen. Hier besuchte der junge Weigel die Lateinschule und arbeitete nebenher bei dem bekannten Astrologen Bartholomäus Schimpfer, der ihn auch die mathematischen Grundlagen der Astronomie lehrte. 1647 immatrikulierte sich Weigel an der Universität Leipzig, wo er 1652 promovierte und später lehrte. Einige Jahre danach wechselte er an die Universität Jena, die er als hochangesehener Professor zu einer unglaublichen Blüte führte.

Er forschte und lehrte auf den Gebieten Optik, Mathematik, Philosophie, Staatskunde, Jurisprudenz, Physik und Pädagogik. Als Pädagoge vertrat Weigel als einer der Ersten die Ansicht, dass "Kinder ohne Müh' und Plag'" lernen sollten. Die Schule wollte er als "Freuden-Lehr-Anstalt" gesehen wissen. Zahlreiche, teils kuriose Erfindungen und 150 Abhandlungen habe der weltoffene Gelehrte hinterlassen, berichtete Vorsatz. Die fast 100 Anwesenden dankten ihr mit reichlichem Applaus, darunter auch stellvertretender Heimatring-Vorsitzender Norbert Uschald, der die Versammlung anstelle des flutgeschädigten Günther Magerl leitete.

Gartenfest am 9. Juli

Uschald wies darauf hin, dass im Juli keine Monatsversammlung stattfindet. Stattdessen gebe es am Dienstag, 9. Juli, um 19 Uhr das traditionelle Gartenfest im Pausenhof der Clausnitzerschule mit Musik und Maibaum-Quiz. Außerdem bat Uschald um Anmeldungen für die Gemeinschaftsfahrt am 4. August nach Regensburg.

Erstmals Osterbrunnen

Ja is denn schon wieder Ostern? Obwohl das Fest noch in weiter Ferne liegt, macht sich der Heimatring schon jetzt dazu Gedanken. 2014 soll erstmals ein Osterbrunnen durch die Dachorganisation der Kultur- und Brauchtumsvereine gestaltet werden. Zu Vorgesprächen lud Uschald für 25. Juni in die "Almhüttn" ein. Auch den 27. Juli bat Uschald sich vorzumerken. Die CSU lädt die Vereine dann in den Hof ihrer neuen Geschäftsstelle zu einem Sommerfest.

Kunstverein-Vorsitzende Silke Winkler dankte allen Vereinen für die Beteiligung am "Waben-Projekt" und lud zur Finissage am 7. Juli um 11 Uhr ein. Für 18. Juli kündigte Dr. Sebastian Schott einen Vortrag des Heimatkundlichen Arbeitskreises an. Petra Vorsatz wird dann um 19 Uhr in der "Almhüttn" über die "Fenster des Alten Rathauses und ihre Geschichten" erzählen. Günther Hirmer vom Obst- und Gartenbauverein wies auf die "Bayern-Tour-Natur" hin, die am Samstag, 15. Juni, von 14 bis 17 Uhr im Vereinsgarten in der Merklmooslohe Station macht.

Am 5. Juli trifft sich der Oberpfalzverein um 16.30 Uhr in Neualbenreuth, kündigte Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler an. Zur Besichtigung sehenswerter Häuser sind Gäste willkommen. Die Siedlergemeinschaft "Waldrast" warb anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens für einen Preisschafkopf in der Gaststätte "Strehl". Dieser findet am 21. Juni um 20 Uhr statt.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 08.05.2013

Zuwachs statt Mitgliederschwund

Heimatring zählt jetzt 71 Vereine - "Freie Fotografen" einstimmig aufgenommen

Weiden. Wenn auch viele Vereine über Mitgliederrückgang und Überalterung klagen - der Heimatring als Dachverband der Weidener brauchtums- und kulturpflegenden Gemeinschaften legt stetig zu. Nachdem im April die "Weidener Komödiens" aufgenommen worden waren, kamen diesmal die "Freien Fotografen" hinzu. Die Dachorganisation zählt damit nun 71 Mitgliedsvereine.

64 von 71 Delegierten stimmten für die Aufnahme der Gruppe, die Präsidentin Zaneta Weidner und ihr Stellvertreter Helmut Meier einen Monat vorher eindrucksvoll vorgestellt hatten.

Ausflug nach Regensburg

Nach einem Rückblick auf das gelungene Maibaumfest und den sehr gut besuchten Festabend anlässlich der Literaturtage kündigte Vorsitzender Günther Magerl den Tagesausflug an, den die Gemeinschaft am 4. August unternehmen wird. Es geht in die Domstadt Regensburg. Dort werden die Dominikanerkirche, das Alte Rathaus und das Reichstagsmuseum besichtigt.

Stadtrat Josef Gebhardt berichtete, dass sich bisher 120 Vereine für das "Waben"-Kunstprojekt angemeldet hätten. Am 24., 25. und 26. Mai besteht die Möglichkeit zur Rückgabe. Am 7. Juni um 19 Uhr ist die große Vorstellung im Neuen Rathaus.

Herbert Putzer, Chef der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz (ILS), berichtete von der Entstehung, der Organisation und den Aufgaben seiner Dienststelle. Mit 2600 Quadratkilometern Fläche habe man eines der größten Gebiete Bayerns zu betreuen, an der Einwohnerzahl gemessen, mit rund 220 000, eines der kleinsten. In der ILS koordinierten 22 Disponenten und 18 Unterstützungskräfte acht Rettungswachen, sieben Notarztstandorte, eine Luftrettungsstation und 227 Feuerwehren. Dazu noch THW, Wasser-und Bergrettung, Kriseninterventionsdienst, Notfallseelsorge und vieles mehr. Rund 2600 Rettungsdienstfahrten, 120 Brandeinsätze und 500 Technische Hilfeleistungen seien monatlich zu erbringen, berichtete Putzer.

BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath legte dar, dass das "Rote Kreuz nicht nur aus dem Rettungsdienst" besteht. Mit Pflegeeinrichtungen, Familienerholung, Migrations- und Erziehungsberatung, Hauskrankenpflege, Ausbildungsangeboten sowie Tausenden von ehrenamtlichen Kräften bei Wasser- und Bergwacht, in den Bereitschaften, beim Jugendrotkreuz und beim Blutspendedienst sei man im Dienst für die Bürger stets parat.

Peter Ertl lud für die Nordoberpfälzer Musikfreunde zum Pfingsmusikantentreffen nach Au bei Pirk ein. Am Pfingstsonntag spielen dort ab 14 Uhr im Eichenstodl zahlreiche Musikanten aus der Region. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler kündigte einen Volkstanzübungsabend für 21. Mai um 19.30 Uhr im Vereinshaus an und eine Serenade am 23. Mai um 19 Uhr in Neustadt/WN. Am Sonntag, 26. Mai, startet um 7.30 Uhr die Stadtwallfahrt nach Muglhof an der Heiligen Staude.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 09.04.2013

Weidener Komödiens im Heimatring

Mit "Freien Fotografen" bewirbt sich der 71. Kandidat - Magerl warnt vor "miesen Maschen"

Weiden. Mit 66 von 68 Stimmen wurden in der Heimatring-Monatsversammlung die "Weidener Komödiens" in den Dachverband der heimat- und brauchtumspflegenden Vereine aufgenommen. Maria Zielbauer und Sandro Witt hatten die Theatertruppe im März präsentiert. In der April-Versammlung stellte sich mit der Gruppe "Freie Fotografen" der 71. Kandidat vor. Die Vorsitzenden Zaneta Weidner und Helmut Meier berichteten von der Arbeit der innovativen Vereinigung

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl (links) und sein Stellvertreter Norbert Uschald (rechts) dankten Michael Tiefel für sein Referat zur Drogenproblematik. Zaneta Weidner und Helmut Meier stellten die Gruppe "Freie Fotografen" vor. Bild: hcz

Egal wie das Wetter sein wird, der Heimatring wird auch heuer wieder einen Maibaum am Unteren Markt aufstellen. Vorsitzender Günther Magerl lud zum gemeinsamen Festzug mit anschließendem bunten Rahmenprogramm für den 1. Mai um 14 Uhr ein. Am 23. April wird Helmut Zöpfl um 20 Uhr im Vereinsheim "Almrausch", begleitet von der "Grenzgangmusik", im Rahmen der "Weidener Literaturtage" aus seinem Büchlein "Bayrisch durchs Jahr" lesen.

Stadtrat Josef Gebhardt kündigte an, dass sich die Auslieferung der Waben für das Kunstprojekt "Blümerant" bis Mitte Mai verzögern wird. Die Vereine hätten die Wahl, die Waben selbst zu gestalten, von den Künstlerinnen gestalten zu lassen oder an einem Workshop teilzunehmen.

Achtung: Betrüger

Vor einer fiesen Masche warnten Magerl und Stadtrat Helmut Ruhland. Auf ein Schreiben einer ominösen "Gewerbeauskunftszentrale" - per Mail oder per Post - sollten die Bürger am besten gar nicht reagieren. Margareta Czichon vom Obst- und Gartenbauverein wies darauf hin, dass der Vortrag "Die Rose - Königin der Blumen" von 16. auf 19 April verschoben worden sei. Er beginnt um 20 Uhr im Schützenhaus.
Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz kündigte für 16. April, 19 Uhr, einen Vortrag in der "Almhütte" an. Raimund Karl vom Bayerischen Landesamt wird über "Denkmalpflege in alten Ortskernen zwischen Substanz- und Nutzungserhalt" referieren. Zeitgleich findet im "Haus der evangelischen Gemeinde" der Volkstanz-Übungstag statt, zu dem Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler einlud. Horst Scheiner meldete, dass das Eisenbahnmuseum am 12. Mai von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist. Und Max Schmöller verwies auf einen Info-Abend der "Höhe 308".

Aufklärung über Krebs

Professor Dr. Theodor Klotz und Privatdozent Dr. Bernd Gagel werden am 8. Mai um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Johannes über das "Prostatakarzinom" referieren. Ins Riesengebirge führt eine Vier-Tages-Fahrt der "7er-Kameradschaft", bei der noch Plätze frei sind. Von 4. bis 7. Juli fährt die Gemeinschaft nach Spindlermühle in Tschechien, wo Besuche des dortigen Biermuseums, der Wintersport-Orte und gemütliche Musikabende geplant sind. Auch ein Abstecher nach Polen ist vorgesehen. Anmeldung sind unter 0961/37373 möglich.

Über die Gründe, die ersten Warnzeichen, das Erkennen und mögliche Gegenmaßnahmen von Drogenkonsum informierte Polizeihauptmeister Michael Tiefel.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 08.01.2013

Grenzenloser Vortrag beim Heimatring
"Euregio Egrensis" stellt sich vor - Dachorganisation der kultur- und brauchtumspflegenden Vereine hat viel vor


Mit dem traditionellen Anspielen des neuen Jahres durch die Stadtkapelle unter der Leitung von Hubert Rupprecht begann die Monatsversammlung des Heimatrings. Die Dachorganisation der Weidener kultur- und brauchtumspflegenden Vereine zählt zurzeit 69 Mitgliedsgemeinschaften. Sie treffen sich alle vier Wochen zum Informationsaustausch und zur Weiterbildung in Themen, die die Region betreffen.

Kontakte vermittelt

Bei der Januar-Veranstaltung informierte Diplom-Geographin Michaela Jarmer über die Arbeit der "Euregio Egrensis". Die Organisation bemüht sich seit dem Mauerfall um grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Arbeitsgemeinschaft vermittelt Kontakte zwischen Bürgern, Behörden und sonstigen Einrichtungen. Grenzüberschreitende Projekte und Maßnahmen werden gefördert und umgesetzt. Rainer Christoph, ein pensionierter Lehrer, vom "Förderverein Goldene Straße", berichtete von Gastschuljahren tschechischer Schüler in Bayern, grenzüberschreitenden Kunstwettbewerben, Lehrerfortbildungen und internationalen Begegnungen. Unterstützt wurden die Ausführungen Christophs und der stellvertretenden Geschäftsführerin der "Euregio Egrensis" von deren Gatten, Stefan Jarmer.

In Bruck findet am 16. Februar ein Seminar für Fahnenträger von Vereinen statt, gab Vorsitzender Günther Magerl bekannt. Annelies Neumann von der Naturfreunde-Fotogruppe wies auf eine Fotoausstellung anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Weidener Naturfreunde hin. Diese wird am 31. Januar im Neuen Rathaus eröffnet und ist bis zum 17. Februar zu sehen. Die Narrhalla lud zu ihren Faschingsveranstaltungen ein. Der Weiberfasching am 7. Februar im Vereinshaus, der große Kinderfasching am 10. Februar in der Mehrzweckhalle und seit langem wieder ein Lumpenball (am 9. Februar ebenfalls in der Mehrzweckhalle) werfen ihre Schatten voraus.

Ebenso organisieren die "Altbairischen" große Faschings-Festivitäten. Drei, bisher immer sehr gut besuchte, Kinder-Feten (13. und 27. Januar sowie 10. Februar), eine Teenie-Party (2. Februar), ein Familienfasching (19. Januar) und der Weiberfasching (7. Februar) finden allesamt im Postkellersaal statt. In die Zeit der "Cola-Bälle" entführt eine "60s Revival Party" am 11. Februar in der Max-Reger-Halle.

Apotheken-Ausstellung

Kulturamtschefin Petra Vorsatz lud zu einem Konzert von Bavaria Bohemia am 27. Januar um 16 Uhr ein - sowie zu der Eröffnung einer Ausstellung über die Marien-Apotheke im Stadtmuseum am 20. Januar um 11 Uhr. Eine weitere Ausstellung ist die der Seliger-Gemeinde. Sie wird am 2. Februar um 15 Uhr eröffnet.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 09.10.2012

Kunstverein sagt Pardon
Wiederaufnahme in Heimatring beantragt - Lukas-Referat über Wald

Weiden. "Wegen mangelnder Präsenz" schloss der Heimatring vor wenigen Jahren den Kunstverein Weiden aus. Jetzt warben Vorsitzende Silke Winkler und Wolfgang Herzer für eine Wiederaufnahme. In der Monatsversammlung der Dachorganisation der Weidener brauchtums-und kulturpflegenden Vereine stellten sie den 1992 gegründeten Kunstverein und seine Ziele vor.

Auf Vermittlung von Gegenwartskunst auf internationalem Niveau, Nachwuchsförderung, lokale und regionale Kunst sowie die Vernetzung von Ost und West werde besonderes Augenmerk gelegt, erklärte Herzer.

Der frühere Delegierte des Kunstvereins habe seine Aufgaben "nicht so ernst genommen", räumte er ein. Dies werde nicht mehr vorkommen, versicherten Winkler und ihr Stellvertreter. In der Novemberversammlung, die gleichzeitig die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen ist, werden die Vertreter der zurzeit 70 Heimatring-Vereine über die Wiederaufnahme des Kunstvereins abstimmen.

Wald ständig verjüngen

Alois Lukas, stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender und Landwirt, referierte über "naturnahe Waldbewirtschaftung". Er ging auf die Veränderung des Waldbestandes im Laufe der Jahrhunderte und seine Bedeutung als Sauerstoffproduzent, Wasserspeicher, Rohstofflieferant, Lebensraum und Schutz vor Erosion ein. Hätten in den letzten Jahrhunderten reine Nadelbaumwälder vorgeherrscht, so wende sich der Waldbauer jetzt Mischwäldern zu. Stetiges Ausdünnen mit dem Einsatz modernster Maschinen sei nötig, um den Wald ständig zu verjüngen. Als zweiter Vorsitzender des Oberpfälzer Waldvereins fühle er sich für nachhaltige Bewirtschaftung der Waldflächen besonders verantwortlich, sagte Lukas.

Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler wies auf die 34. Jahresausstellung des Arbeitskreises Kunst im Oberpfalzverein hin. Diese ist von 20. bis 28. Oktober im Alten Schulhaus zu sehen. Am Samstag, 17. November, um 19.30 Uhr geht es in der Max-Reger-Halle um den "Volksmusikpreis" der Stadt. Alle Musikanten, die teilnehmen wollen, sollten sich schleunigst anmelden, riet Stadler.

Gedenken an Bonhoeffer

Max Strecker lud zu einer Gedenkveranstaltung des Bundes der Vertriebenen ein. Am 10. November um 15 Uhr wird im Schlör-Saal der Max-Reger-Halle des Pastors Friedrich Bonhoeffer gedacht. Dr. Sebastian Schott kündigte zwei interessante Veranstaltungen in der "Almhütte" an. Am 25. Oktober um 19 Uhr referiert Jochen Rösel beim Heimatkundlichen Arbeitskreis über "Quellen zur Geschichte der Stadt Weiden". Die neue "Oberpfälzer Heimat" wird am 15. November vorgestellt.

Gerda Moser wies auf die Eröffnung der Herbstausstellung des OKV am Samstag, 27. Oktober, um 19 Uhr in der Realschule hin.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 11.09.2012

Heimatring verhandelt Termine

Zu Gast im Landgericht - Zu wenig Interesse an Ausflug nach Schwabach - Tag der Heimat am Samstag

Weiden. Seine Wirkungsstätte zeigte Heimatring-Verbindungsstadtrat Walter Leupold den Delegierten und Vorsitzenden der Vereine. Nein, nicht das Rathaus, sondern das Landgericht.
Die Besucher besichtigten den beeindruckenden Schwurgerichtssaal, den Zellentrakt sowie das richterliche Hoheitsschwert und die bronzenen Wappen der zahlreichen Städte, für die Weiden früher "Aischgeber" war. Landgerichtspräsident Leupold erklärte diesen Begriff: Kleinere Gerichtsstätten konnten in früherer Zeit bei übergeordneten um eine "Aisch", einen Rat, nachsuchen, wie eine rechtliche Angelegenheit zu handhaben sei. Leupold erläuterte auch die Sicherheitskontrollen im Gerichtsgebäude, bei denen Weiden seit Jahren Vorreiter sei. Zwei Amtsgerichte mit jeweils einer Zweigstelle gehörten zum Landgerichtsbezirk.

Busausflug floppt

Die anschließende Monatsversammlung des Dachverbands der Weidener Vereine fand im Foyer des Gerichtsgebäudes statt. Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl beklagte die geringe Beteiligung am attraktiven Busausflug nach Schwabach, der deswegen auch mit einem satten Minus zu Buche schlug, wie Schatzmeister Josef Farnbauer berichtete. Beim Gartenfest dagegen habe man Plus gemacht. Zum Tag der Heimat am 22. September lud Magerl auch die Öffentlichkeit aus Stadt und Land ein. Mit einem attraktiven Programm werden sich die Landsmannschaften und die Heimat-, Musik- und Trachtenvereine präsentieren. Stadtkulturmanagerin Petra Vorsatz empfahl die Ausstellung über die Wirtschaftswunderzeit im Neuen Rathaus. Zu einer Fahrt des "Heimatkundlichen Arbeitskreises" am 30. September kann man sich bei ihr anmelden.

Günther Hirmer vom Obst- und Gartenbauverein wies auf den Vortrag "Gartenpflege leicht gemacht" hin. Am Montag, 24. September, um 19.30 Uhr im Schützenhaus sind dazu nicht nur Mitglieder eingeladen. Eisenbahnmuseums-Chef Horst Scheiner teilte mit, dass die Modellbahn-Ausstellung am 3. Oktober ausfällt. Dafür ist sie am Sonntag, 14. Oktober, anlässlich des 40. Jubiläums des Vereins.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 10.07.2012 - Gartenfest

Ein Fest für Rätsel-Fans

Heimatring feiert mit 200 Besuchern - Quiz als Höhepunkt

Weiden. Das "Heimatring-Quiz" war wieder einmal der Höhepunkt beim Gartenfest der Dachorganisation der kultur- und brauchtumspflegenden Vereine. Fast 150 Mitglieder waren der Einladung in den Pausenhof der Clausnitzerschule gefolgt. Die Fragen, die Vorsitzender Günther Magerl gestellt hatte, waren so "schwer", dass 42 von 130 Quiz-Teilnehmern alle Anworten richtig hatten.

Man hatte nur in den letzten Versammlungen und bei der Begrüßung ein wenig aufpassen müssen. Nach dem Motto des "Tags der Heimat", der am 22. September in der Max-Reger-Halle steigt, wurde gefragt. Richtig ist: "Treu zur Heimat Zukunft gestalten". Das Ziel des Heimatring-Ausflugs ist heuer nicht das Oberpfälzer Freilandmuseum und auch kein Heimatmuseum, sondern: die "Goldschlägerstadt" Schwabach. Weitere Fragen drehten sich um den Maibaum, die Geschichte des Heimatrings und um den Oberpfälzer Kunstverein, der heuer das 50. Gründungsjubiläum feierte.

Von allen 69 Vereinen des Heimatrings hatten sich Mitglieder am Quiz beteiligt. Glücksfee Gabi Laurich - die Stadträtin hatte selbst zahlreiche Preise zur Verfügung gestellt - zog die Gewinner aus den 42 Richtigen. Inge Otto vom Bienenzuchtverein war die Glückliche. Den zweiten Preis gewann Christa Raithel von den "Freunden der Mineralogie". Moosfurt-Siedler Helmut Wittmann bekam den dritten Preis. Musikalisch begleitet wurde das Gartenfest vom Duo Eckert/ Gleißner. Mit Dotsch, Bratwürsten und Kuchen sorgte die Vorstandschaft, unterstützt von einigen Getreuen, für das leibliche Wohl der vielen Besucher.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 08.05.2012

"Neue Zeiten" im Heimatring
Nun finden sich 69 Vereine in Dachverband - Referat über "Pfalzgraf Friedrich und seine Frauen"

Weiden. Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Delegierten im Heimatring für die Aufnahme des Vereins "Neue Zeiten". Nur fünf von 66 Stimmberechtigten stimmten dagegen.
Der Verein, der sich der Vermittlung deutscher Kultur und der Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund verschrieben hat, wurde so in der Monatsversammlung als 69. Verein in den Dachverband der Weidener kultur- und brauchtumspflegenden Gemeinschaften aufgenommen.

Mit Rückblicken auf den Literaturtage-Festabend - von vielen als "der schönste bisher" bezeichnet - und die Maibaumaufstellung, die diesmal vielleicht auch wegen des "kleinen" Frühlingsfestes ein voller Erfolg war, fuhr Vorsitzender Günther Magerl fort. Mit Freude konnten die Vereinsvertreter hören, dass die Stadt die bisherige Zuwendung der Maria-Seltmann-Stiftung von 150 Euro ersetzt. Helmut Ruhland hatte dies aus dem Stadtrat berichtet.

Dr. Volker Wappmann referierte über den "Pfalzgraf Friedrich und seine Frauen". In der Michaelskirche befindet sich der Rest einer Grabplatte, das an die "erhabenen Gebeine" zweier Töchter eines Piasten-Fürstes erinnert. Es handelt sich dabei um die Schwägerinnen des Pfalzgrafs, der 1587 die schlesischer Herzogstochter Katharina Sophia ehelichte, mit ihr im "Vesten Haus" residierte, in Vohenstrauß die "Friedrichsburg" erbauen ließ und mit seiner Frau in Lauingen begraben liegt. Die Schwägerinnen aber lebten nach Friedrichs Wegzug noch länger in Vohenstrauß, besuchten oft Weiden und erhielten schließlich ein prachtvolles Grabmal in der Michaelskirche.
Dr. Wappmanns lebhaft vorgetragener und reichlich bebilderter Vortrag erhielt großen Applaus.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 10.04.2012

"Neue Zeiten" für Heimatring
Integrationverein beantragt Aufnahme in Dachorganisation - Vortrag: Brandschutz

Hat die Dachorganisation der Weidener kultur- und brauchtumspflegenden Vereine bald ein Mitglied mehr? In der nächsten Monatsversammlung werden die Delegierten der zurzeit 68 Mitgliedsvereine über die Aufnahme von "Neue Zeiten" abstimmen. Am Dienstag in der "Almhütte" waren Vorsitzender Arkadiy Voloshyn und stellvertretende Vorsitzende Rosa Seifert beim Heimatring zu Gast und stellten ihre Gemeinschaft vor, die sich die Förderung der Integration von Bürgern aus der ehemaligen Sowjetunion zum Ziel gesetzt hat.

Preis für gute Arbeit

Seit acht Jahren gebe es den Verein "Neue Zeiten" bereits, berichtete Seifert. Mit Sprachkursen, Mal- und Musikunterricht für Kinder, mit Ausflügen, Ausstellungsbesuchen und Treffen mit Einheimischen wolle der 250 Mitglieder zählende Verein Aus- und Übersiedler sowie Kontingentflüchtlinge aus Russland, der Ukraine und anderen ehemaligen Ostblockstaaten an das Leben in Deutschland heranführen. Dank guter Zusammenarbeit mit Institutionen und Bürgern der Stadt klappe dies ganz gut, stellte Seifert fest. Man sei 2009 sogar mit dem Preis der Regierung für gute Integrationsarbeit ausgezeichnet worden.

Direkt vom Einsatz bei einem Wohnungsbrand kam Dieter Henl, der als Fachmann der Weidener Feuerwehr über Brandschutz im Haushalt referierte. Dank vorbeugender Maßnahmen sei seit etwa 20 Jahren ein stetiger Rückgang der Brandeinsätze zu verzeichnen. Im öffentlichen Bereich seien Rauchmelder, Sprinkleranlagen, Rauchschutztüren und Feuerlöscher mittlerweile Standard. Man solle auch im privaten Bereich über die Anschaffung derartiger Artikel nachdenken. Rauchmelder und Löschdecken seien keine große Investition und könnten Leben retten.

Tipps vom Profi

Der Oberbrandmeister gab Tipps zum Verhalten bei Bränden im Haushalt. Nach ersten Maßnahmen zur Rettung von Leben sei das schnellstmögliche Absetzen des Notrufs (Nummer 112) wichtig. Vorsitzender Günther Magerl wies auf die Maibaumaufstellung am Dienstag, 1. Mai, hin. Zum Schutz gegen Maibaumdiebe wird der Baum in der Walpurgisnacht von Mitgliedern der Soldatenkameradschaft 1883 Rothenstadt und der "Deutschen aus Russland" bewacht.

Horst Fuchs lud zu einer Musikanten-Sitzweil der Nordoberpfälzer Musikfreunde ein. Am Samstag, 21. April, ab 19 Uhr gehe es unter dem Motto "Lustig ist das Waldler-Leben" in der OWV-Blockhütte in Weiherhammer rund. Dr. Eckhard Züge lud für den Jazz-Zirkel ins "Bistro Paris" ein. Am Freitag, 20. April, ab 20 Uhr ist dort das "Susan-Weinert-Global- Player-Trio" zu hören. Alle Trachtenvereine aus dem Gebiet Nord des Oberpfälzer Gauverbands treten am 12. Mai um 19.30 Uhr beim Maitanz am Postkeller auf, berichtete "Altbairischen"-Chefin Christa Binner. Auch die beiden Weidener Trachtenvereine "Almrausch" und "D'Altbairischen" seien zu sehen.

Fahrt nach Marienbad

Am gleichen Tag um 8.15 Uhr startet der Verein Weidener Städtepartnerschaften zur Kursaisoneröffnung nach Marienbad. Anmeldungen sind möglich bei Stadtarchivarin Petra Vorsatz, Telefon 0961/470 3901. 50 Jahre Oberpfälzer Kunstverein. Anlässlich dieses Jubiläums spricht Regierungspräsidentin Brigitta Brunner als Schirmherrin bei der Eröffnung der Pfingstausstellung am 26. Mai um 18 Uhr in der Hans-und-Sophie-Scholl-Realschule.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 13.3.2012

Keine 150 Euro mehr von der Stiftung

Herber Schlag für Heimatring-Vereine - Springt die Stadt ein? - Zahlreiche Termine festgelegt

Weiden. Die Wappen von 46 der 68 Mitgliedsvereine im Heimatring werden heuer den Maibaum schmücken, der am 1. Mai am Unteren Markt aufgestellt wird. Vorsitzender Günther Magerl berichtete in der Monatsversammlung, dass rundherum ein attraktives Programm zu erwarten sei.

Ein herber Schlag für die kultur- und brauchtumspflegenden Gemeinschaften im Heimatring: Nach einer Rüge der Stiftungsaufsicht dürfe die Maria-Seltmann-Stiftung die Vereine nicht mehr pauschal unterstützen, gab Magerl bekannt. Bisher waren jeder Gemeinschaft des Heimatrings jährlich 150 Euro zugeflossen. Jetzt werde aber voraussichtlich die Stadt dafür einspringen.

In den Jugendraum der Mehrzweckhalle lädt der SPD-Stadtverband zu einem Starkbierfest am 24. März um 19 Uhr ein. Wolfgang Göldner wird kräftige Worte für (politischen) Freund und Feind finden. Einen Mundart-Leseabend organisiert der Arbeitskreis Brauchtumspflege unter der Leitung von Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler. Im Alten Schulhaus lesen am 30. März um 19.30 Uhr sechs Autoren selbst verfasste Gedichte und Geschichten. Echte Volksmusik tragen die drei Musikantinnen "Kreizderquer" vor. Dr. Sebastian Schott kündigte einen Vortrag von Adalbert Busl beim "Heimatkundlichen Arbeitskreis" an. Am 29. März um 19 Uhr referiert der bekannte Redakteur der "Oberpfälzer Heimat" in der "Almhütte" zum Thema "Geschichte der Flachglasherstellung im 19. Jahrhundert". Am 24. April liest Josef Fendl beim Festabend anläßlich der "Weidener Literaturtage" in der "Almhütte" "heitere Kalendergschichtn und Sprüch". Zwei Heimatring-Vereine warben für ihre Fahrten nach Berlin. Klaus Fischer vom Obst- und Gartenbauverein fährt vom 17. bis 19. Mai. Vera Eckstein und ihr "Bund der Berliner und Freunde Berlins" fahren vom 20. bis 23. September. Beide Vereine haben ein attraktives Programm vorgesehen und nehmen gerne Gäste mit.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 10.01.2012

"Neujahrsanspielen" beim Heimatring: Mit "Bella Vista" und dem "Schmetterlings-Fox" eröffnete das Weidener Akkordeonorchester die Januar-Versammlung des Heimatrings. Bild: hc

Zwei Vereine weniger
Günther Magerl kritisiert "dubiose Umstände" bei Auflösung der "21er"

Weiden. Mit schmissigen Weisen spielte nach oberpfälzer Tradition das "Weidener Akkordeonorchester" das neue Jahr an. "Bella Vista", den "Schmetterlings-Fox" und den Sechs-Achtel-Marsch "Treue Musikanten" ließ die Gruppe unter der Leitung von Karin Dietrich in der ersten Versammlung des Heimatrings 2012 erklingen.
"Neujahrsanspielen" beim Heimatring: Mit "Bella Vista" und dem "Schmetterlings-Fox" eröffnete das Weidener Akkordeonorchester die Januar-Versammlung des Heimatrings. Bild: hcz

Edith Schimandl las dazu eine besinnliche Geschichte, in der aufgefordert wurde, die "Weihnachtsfreude das ganze Jahr über" zu pflegen.

In der 50. Ausgabe des Halbjahreskalenders des Heimatrings listen die 70 Mitgliedsvereine ihre Veranstaltungen der nächsten sechs Monate auf. Eine davon wird die Aufstellung des Maibaums am Unteren Markt sein. Ihn sollen heuer die Wappen möglichst vieler Mitgliedsvereine zieren.

"Aus" für Fischerberg-Siedler

Heftige Kritik übte Heimatringvorsitzender Günther Magerl an der "unter dubiosen Umständen" erfolgten Auflösung der "21er-Soldatenkameradschaft". Die Gemeinschaft mit über 100-jähriger Tradition, gesunden Finanzen und noch 103 Mitgliedern war kürzlich auf Beschluss eines kleinen Kreises aufgelöst worden und schied somit aus dem Heimatring aus. Des Weiteren gibt es seit Jahresbeginn die Siedlergemeinschaft Fischerberg nicht mehr. Auch diese Gruppe mit noch 79 Mitgliedern löste sich auf.

Joachim Strehl, Vorsitzender des Vereins "Weidener Städtepartnerschaften", lud zu einer Fahrt nach Marienbad ein. Dort wird am 3. Februar das Westböhmische Sinfonieorchester spielen. Anmeldungen im Kulturamt. Narrhalla-Chef Gerhard Ertl freute sich auf das Ostbayerische Kindergarde-Treffen am Sonntag. Leider gibt es keine Sitzplätze mehr. Aber: Für den Narrhalla-Kinderfasching am 29. Januar in der Mehrzweckhalle sind noch Plätze frei, ebenso wie beim Weiberfasching am 16. Februar.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 13.09.2011

Veranstaltungen gleichen sich aus
Monatsversammlung des Heimatring: Dr. Volker Wappmann referiert über Michaelskirche

Weiden. Mit Rückblicken auf den Gemeinschaftsausflug in den Bayerischen Wald und auf das Sommerfest begann Vorsitzender Günther Magerl die September-Monatsversammlung des Heimatrings. Bemerkenswert, was Kassier Josef Farnbauer dazu berichtete: Fast auf den Euro genau wurde das Minus einer Veranstaltung bei einer anderen ausgeglichen.
Die interessante Geschichte der Michaelskirche zeigte Dr. Volker Wappmann in seinem Vortrag "Axthiebe und Tränen" auf. Der 54-jährige Vohenstraußer, der am Kepler-Gymnasium unterrichtet, schilderte darin die Baugeschichte der etwa um 1300 entstandenen Kirche.

Ein einschneidendes Ereignis sei der Einsturz des Kirchturms 1759 wegen zu schwacher Mauern gewesen. Im Barockstil habe die Bürgerschaft einen neuen Turm errichtet. Nach vorheriger wechselnder konfessioneller Besetzung nutzten Katholiken und Protestanten in einem sogenannten "Simultaneum" von 1653 bis 1899 die Kirche gemeinsam.

Heitere Geschichten

Mit heiteren Geschichten würzte der Referent seinen Vortrag. So etwa mit der Geschichte, dass die Türe einmal mit Gewalt geöffnet wurde, als man der anderen Konfession keinen Einlass gewähren wollte. Oder: Dem Auszug der Katholiken unter Tränen, als es hieß, dass sie in die neu erbaute Josefskirche wechseln sollten.

"60 Jahre Heimatring - Heimat gemeinsam gestalten und erhalten". Unter diesem Motto steht der "Tag der Heimat", der am 24. September um 19.30 Uhr in der Max-Reger-Halle gefeiert wird. Magerl kündigte dazu zahlreiche Beiträge der verschiedenen Landsmannschaften, der Trachtenvereine und Musikgruppen an. Dr. Sebastian Schott lud zur Neueröffnung des Tachauer Heimatmuseums ein. Am 25. September von 11 bis 16 Uhr besteht erstmals Gelegenheit, die neu gestalteten Räume und die Ausstellung zu sehen.

Noch Restkarten

Claudia Fuchs von den Nordoberpfälzer Musikfreunden wies auf das Musikantentreffen am 1. Oktober um 19 Uhr in der "Almhütte" hin. Nur noch wenige Karten sind für das "Bruder Konrad"-Spiel von 21. bis 23. und von 28. bis 30. Oktober zu haben (Vorverkauf bei Stangl & Taubald). Richard Neulinger, der Delegierte des Fischereivereins, überraschte die gut 80 Anwesenden mit einem Geschenk. Jeder durfte eine geräucherte Forelle mitnehmen.

Die nächste Versammlung des Heimatrings ist (außerplanmäßig) am 18. Oktober. Dann trifft man sich bereits um 19 Uhr zur Besichtigung der Mensa und Bibliothek der HAW.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Gartenfest am 12.07.2011

Schlaue Köpfe beim Maibaum-Quiz
32 Teilnehmer erreichen Höchstpunktzahl - Glücksfee zieht Horst Scheiner als Sieger

Weiden. Bei herrlichstem Wetter feierten fast 120 Delegierte der heimat- und brauchtumspflegenden Vereine ihr Gartenfest im Hof der Clausnitzerschule. Die Hauptpreise beim beliebten Maibaum-Quiz gewannen Horst Scheiner (Eisenbahn-Museum), Stadtrat Alois Lukas (7er-Kameradschaft), Georg Roland (EAW-Siedler), Max Amm (1883 Rothenstadt) und Gunda Heuberger (Stadt- und Jugendblaskaelle).
Von den über 200 Gästen hatten, dank guter Zusammenarbeit an den Tischen, 32 Teilnehmer die Höchstpunktzahl erreicht. Gefragt war beispielsweise, wer beim Literaturabend vorgelesen hatte (Bernhard Setzwein), welches Jubiläum der Heimatring heuer feiert (60 Jahre) oder wer die Wappen am Maibaum gemalt hat (Rudi Klaus). Aus den 32 Richtigen zog Glücksfee Gabriele Laurich die Sieger. Zusammen mit Heimatring-Vorsitzendem Günther Magerl überreichte sie die Preise.

Im Lauf des schönen Abends wies Magerl auf den Tagesausflug hin, der am 7. August nach Viechtach und zum Waldwipfelweg nach St. Englmar führt. Weiterhin kündigte Magerl den "Tag der Heimat" an. Am 24. September präsentieren sich die Landsmannschaften und Heimatvereine in der Max-Reger-Halle. Im Oktober besucht der Heimatring die HAW. Die planmäßige Versammlung am 11. Oktober fällt aus. Dafür findet der Besuch der HAW am 18. Oktober um 19 Uhr statt.

Magerl dankte Rektorin Silvia Bäumler für ihr Entgegenkommen. Die Schulleiterin unterstützt den Heimatring seit Jahren großzügig. Auch zahlreiche Stadträte und Bürgermeister Lothar Höher hieß Magerl willkommen. Höher versicherte, dass "Traditionspflege und Kulturarbeit zu den Grundaufgaben der Kommunen" gehörten. Für musikalische Unterhaltung sorgte Bertram Schlosser auf seinem Keyboard.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 14.06.2011

Mit Quiz Wissen der Mitglieder testen
Fragestunde beim Gartenfest - Vereine im Heimatring haben in nächster Zeit viel vor

Weiden. Viel los war heuer wieder beim Maibaumaufstellen am Unteren Markt. Auch die Lesung von Bernd Setzwein bei den Literaturtagen war ein voller Erfolg gewesen, freute sich Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl.

Bei der monatlichen Sitzung der 72 kultur- und brauchtumspflegenden Vereine Weidens blickte er auch nach vorne: Am 12. Juli beim Gartenfest in der Clausnitzerschule werden die Delegierten beweisen müssen, dass sie mit wachen Augen und Ohren alles beobachtet haben. Beim "Heimatring-Quiz" müssen Besucher auf diverse Fragen gefasst sein. Beispiele gefällig? Wie hoch ist der Maibaum, welche Symbole sind daran angebracht, wohin führt der Tagesausflug des Heimatrings?

Fahrt ins Museum

Hier schon mal einige Antworten: Am 7. August fährt der Verband nach Viechtach ins Kristallmuseum. Anschließend geht es zum Walderlebnispfad und zum Waldwipfelweg nach St. Englmar. Am 18. Oktober um 19 Uhr besichtigt der Heimatring die HAW.

Der geplante Vortrag von Dr. Volker Wappmann über die "Baugeschichte der Michaelskirche" wurde auf 13. September verschoben. Für ihn sprang Petra Vorsatz, Leiterin des Amts für Stadtgeschichte, Kultur und Tourismus, ein. Sie berichtete in einem mit Anekdoten gewürztem Vortrag über das Adelsgeschlecht der Wittelsbacher und ihre Verbindung zu Weiden. Diese dauerte von der ersten urkundlichen Nennung Weidens durch Konrad IV. bis zum Ende der Monarchie 1918.

Besuche von Kurfürsten

"Eng verwoben" sei die Stadtgeschichte mit den Wittelsbachern, berichtete die Diplom-Archivarin, was sie anhand verschiedenster Besuche und Aufenthalte der Kurfürsten und Regenten aufzeigte.

Max Schmeller vom Stammtisch Höhe 308 lud für Samstag, 18. Juni, zum Sommerfest hinter der Johanneskirche ein. Dabei wird auch die neue "Weidener Bierkönigin" gewählt. Am Freitag, 24. Juni, gibt es dort ein Johannisfeuer. Claudia Rodler kündigte das nächste Musikantentreffen der "Nordoberpfälzer Musikfreunde" für 1. Juli in der Almhüttn an. Das Motto: "Stelldichein in Oberkrain".

Weit voraus plant Vera Eckstein, die Vorsitzende des "Bundes der Berliner": Im Januar fährt die Gemeinschaft in die Landeshauptstadt zur "Grünen Woche". Die Gruppe wird auch auf Schloss Bellevue empfangen. Um Anmeldungen bitte Eckstein jetzt schon. Demnächst gibt es eine Ausstellung im City-Center, an der sich die "Berliner" beteiligen. Am 27. Juli wird eine Dokumentation über die Berliner Mauer gezeigt.

Günter Hirmer vom Obst- und Gartenbauverein lud zur Besichtigung der Kräuterwiese am Mittwoch, 22. Juni, ein. Ab 19 Uhr sind im Vereinsgarten in der Merklmooslohe Ausführungen von "Kräuterwissenschaftlerin" Waltraud Witteler zu hören. Petra Vorsatz kündigte einen Vortrag von Heimatkreisbetreuer Dr. Wolf-Dieter Hamperl im "Alten Eichamt" an. Er spricht am 14. Juli ab 19 Uhr zu "Deutsch-Tschechischen Erfahrungen zwischen 1985 und 1995". Zuletzt lud der Burschenverein Rothenstadt zum Gartenfest am Feuerwehrhaus Rothenstadt ein. Am kommenden Sonntag, 19. Juni, um 14 Uhr beginnt es. Ab 16 Uhr wird der von Etzenricht nicht ausgelöste Maibaum versteigert.

60 Jahre Heimatring

Zudem berichtete Magerl: "60 Jahre Heimatring - Heimat gemeinsam gestalten und bewahren" lautet das Motto, unter dem der "Tag der Heimat" heuer stehen wird. Am 24. September um 19.30 Uhr präsentieren sich in der Max-Reger-Halle Landsmannschaften, Musik- und Trachtengruppen sowie andere kultur- und brauchtumspflegende Vereine.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 12.04.2011

Abzocke oder echter Lohn?
GEMA informiert bei Heimatverein - Einnahmequelle für Musikschaffende

Weiden. Ungeliebt bei den Vereinen. Für Komponisten, Textdichter und Musikverleger jedoch unentbehrlich. Die "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte" (GEMA) vertritt als "Verwertungsgesellschaft" nahezu das gesamte Weltrepertoire an Werken der Unterhaltungs- und Tanzmusik.
Bei der Heimatring-Versammlung klärten GEMA-Sachgebietsleiterin Cornelia Milatz und Sachbearbeiterin Sara Klausnitzer über Aufgaben, Aufbau und Tarifgestaltung auf. Alle Musik-"Schöpfer" und ihre Rechtsnachfolger bis 70 Jahre nach deren Tod hätten Anspruch auf "angemessene Vergütung" für die Nutzung ihrer Werke.

Immer melden

Die GEMA habe Tarife geschaffen und treibe das Geld für sie ein. Nur knapp 15 Prozent fielen an Verwaltungskosten an. Der Rest gehe an die Mitglieder. Mit ausländischen Gesellschaften gebe es Verträge, berichteten Milatz und Klausnitzer. Zahlungspflichtig sei jeder, der Live-Musik, Bild- oder Bildton-Träger bei öffentlichen Veranstaltungen hören lasse. Auch, wenn kein Eintritt verlangt wird. Verantwortlich sei immer der Veranstalter. Milatz appellierte eindringlich, jede Veranstaltung, auch wenn ein Pauschalvertrag mit einem übergeordneten Verband bestehe, vorher bei der GEMA anzumelden. Bei Live-Musik sei eine "Playlist" einzureichen, damit eine gerechte Ausschüttung an die Urheber erfolgen könne.

Heimatring-Vorsitzender Magerl und Stellvertreter Norbert Uschald dankten den Damen aus Nürnberg für ihre wichtigen Ausführungen.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Lustige Mitgliederversammlung am 08.02.2011

"Heimatring-Halla"

"Teufelin" Rita Dineiger heizt mit Büttenrede ein

"Gedanken über die Stadt und den Heimatring" machte sich Rita Dineiger als Büttenrednerin beim Hausfasching der Dachorganisation der Weidener Brauchtumsvereine. Seggewiß' Sparmaßnahmen, die Gewerbesteuer, die Stadträte aller Fraktionen - alles nahm die "sexy Teufelin" Dineiger aufs Korn. Auch ein paar kleine Missgeschicke, die Heimatringchef Günther Magerl im letzten Jahr unterlaufen waren, und die "Überpünktlichkeit" seines Stellvertreters Norbert Uschald arbeitete sie scharf, aber humorvoll auf.

In die "Almhüttn" des Trachtenvereins "Almrausch" waren die Delegierten der 70 angeschlossenen Vereine am Dienstag phantasievoll maskiert gekommen. Die Stadträte Gabi Laurich und Alois Lukas, selbst als Schmetterlingsfrau und Ostfriesenbauer verkleidet, wirkten bei der Maskenprämierung als Juroren. Eine Gärtnerin (Christa Raithel) wählten sie auf den ersten Platz. Die "heißen Teufel" Ramona Gleißner und Rita Dineiger belegten Platz zwei und drei.

Die Narrhalla mit ihrem Prinzenpaar Claudia II. und Horst I. - beide sind im zivilen Leben auch Delegierte im Heimatring - zeigte ihre "Phantom der Oper"-Show und den Gardetanz. Die neuen Kostüme hatte Gardeminister Marco Jahn gefertigt, wofür ihm ein Extra-Applaus und ein"Heimatring-Halla" galt. Vizepräsident Xaver Schreiber lud die Gäste zu den noch anstehenden Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Narrhalla ein. Orden gab es für viele Heimatring-Funktionäre und -Freunde. Für ein stets volles Tanzparkett sorgte "Harmonika-Franz" mit Musik und immer einem Witzchen auf den Lippen.

Monatsversammlung am 11.01.2011

Wenigstens Blick in die alte Heimat
Wie Weiden Vertriebene aus Tachau unterstützte - Vortrag beim Neujahrs-Ansingen des Heimatrings

Weiden. Einen musikalischen Start ins neue Jahr legte der Heimatring hin. Nach altem Oberpfälzer Brauch wünschte die Sängergruppe der "Lustigen Konrader" den Delegierten ein gutes Neues.

Das "Ansingen" unter der Leitung von Fritz Landgraf begann mit dem "Neujahrslied des Kallmünzer Nachtwächters". Es folgten "Drei Weise aus dem Morgenland" und "A gsunds neijs Joahr". Heimatring-Beisitzerin Edith Schimandl verlas ein Gedicht mit Segenswünschen.

Das Ende zweier Vereine

Vorsitzender Günther Magerl bedauerte, dass sich zum Jahresende die Gesangvereine "Harmonie Rothenstadt" und "Lyra 1904" aufgelöst haben. Der Heimatring zählt nunmehr 70 Gemeinschaften. Magerl stellte den Halbjahreskalender vor, in dem Josef Eckert nicht nur die Jahresplanung des Heimatrings, sondern auch gut 120 Veranstaltungen der Mitgliedsvereine im ersten Halbjahr 2011 zusammengestellt hat.

An Großveranstaltungen hob Magerl die 20. Bayerisch-Böhmischen Kultur- Wirtschaftstage hervor, an denen sich der Heimatring als Mitveranstalter in der Mehrzweckhalle beteiligt. Für "Volksmusik und Tanz grenzenlos" engagieren sich ebenfalls zahlreiche bayerische und böhmische Musik- und Volkstanzgruppen. Ferner nannte Magerl die Jubiläums-Faschingsveranstaltungen der Narrhalla, die Sonderausstellung der BSW-Fotogruppe im Maria-Seltmann-Haus "Aus der Nähe betrachtet - kleine Dinge ganz groß" sowie das 100-jährige Bestehen der "7er-Kameradschaft", das am 28. Mai gefeiert wird.

Unterstützung durch Weiden

Dr. Sebastian Schott referierte über die Patenschaft der Stadt Weiden über den Heimatkreis Tachau. Nach der Vertreibung von 50 000 Deutschen aus dem Kreis Tachau sei Hans Klier Anfang der 1950er Jahre auf die Suche nach einer Patenstadt gegangen. Der damalige Oberbürgermeister Hans Schelter sei dem Kampf der Vertriebenen um ihr Recht sehr wohlwollend gegenüber gestanden.

Am 4./5. August 1956 sei mit einem großen Fest, dem Austausch von Geschenken, Musik und kirchlichem Segen die Patenschaft besiegelt worden, berichtete Dr. Schott. Die Stadt habe den Tachauern neben einem Gemälde auch den Grenzlandturm bei Bärnau geschenkt, so dass sie wenigstens noch einen Blick in die alte Heimat werfen konnten.

Das Tachauer Heimatmuseum, jetzt im Kulturzentrum Hans Bauer untergebracht und ein wichtiger Baustein im Kulturleben der Stadt, werde zurzeit umgestaltet. Nach den Veränderungen soll es als "ganz neues, tolles Museum" wieder vorgestellt werden.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

Monatsversammlung am 12.10.2010

Heimat für Burschen

1897 Rothenstadt in Heimatring aufgenommen

Mit großer Mehrheit wurde der Burschenverein 1897 Rothenstadt bei der Oktober-Monatsversammlung in den Heimatring aufgenommen. Bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme votierten 64 Delegierte für den Verein, der sich mit Vorsitzendem Daniel Kellermann in der Sitzung zuvor eindrucksvoll präsentiert hatte. Der Dachverband der kultur- und brauchtumspflegenden Vereine zählt nun wieder 72 Gemeinschaften.

Neuwahlen im November

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl kündigte die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen für den 9. November an. Zugleich müssen die Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2011 gemeldet werden, so dass Josef Eckert den Kalender erstellen kann. Gerda Moser vom Oberpfälzer Kunstverein lud zur Vernissage der Herbstausstellung in der Realschule (30. Oktober um 19 Uhr). Die Ausstellung ist bis 7. November zu sehen. Stadtarchivarin Petra Vorsatz kündigte einen "öffentlichen Stammtisch der "Seltmänner" in ihrem Haus an. Am 3. November ab 17 Uhr kann man dabei im Kultursaal Hans Bauer hören "wie's früher zuging".

"Kunst-Mix" und "Kunst aus Karlsbad" präsentiert der Arbeitskreis Kunst im Oberpfalzverein. Die eine Ausstellung läuft vom 30. Oktober bis 7. November, die zweite von 5. bis 25. November im Kulturzentrum Hans Bauer.

Eine Rundreise durch Oberschlesien in Bildern zeigte BSW-Fotogruppen-Vorsitzender Bernhard Czichon. Nach Breslau, der Hauptstadt Niederschlesiens, widmete sich sein Vortrag Oppeln, Kattowitz, Beuthen - Gegenden der "alten Heim.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

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